Der Moneycab-Börsenblog: Logitech macht wieder Mäuse

Der Moneycab-Börsenblog: Logitech macht wieder Mäuse

von Robert Jakob

Ausschüttungen sind kein wichtiges Kaufkriterium für Wachstumsaktien. Die Ankündigung einer Dividendenerhöhung von 0,56 auf 0,62 Franken bei Logitech schlug daher keine grossen Wellen. Einem kleinen Kurshüpfer zur Börseneröffnung folgte bald Ernüchterung. Denn die Aktie ist mit knapp 36 Franken nur rund 10 Prozent vom Allzeithoch entfernt und damit fragen sich viel Anleger: Geht sie jetzt durch die Decke oder nicht? Eine 1,7%ige Dividendenrendite wird da nicht der entscheidende Treibsatz sein. Viel wichtiger ist die Frage: Wie läuft das Geschäft?

Und da sieht es wieder ausgesprochen gut aus. Noch 2011 ging es nach einer Gewinnwarnung runter auf gut 6 Franken. Mittlerweile hat sich der Kurs versechsfacht. Natürlich schreit das nach Gewinnmitnahmen.

Logitech war immer eine schwankungsanfällige Aktie. Und nicht immer lief alles wie am Schnürchen, auch wenn die schnurlose Maus mittlerweile das Standardprodukt des Computerelektronikkonzerns ist. Videoconferencing war vor ein paar Jahren die grosse Enttäuschung. Das Geschäft harzte. Logitech setzte auf Zubehör für den boomenden Tablet-Markt. Heute ist es genau umgekehrt. Satte 70 Prozent Umsatzwachstum generieren Videokonferenzsysteme im Augenblick. Dagegen harzt jetzt einzig der Absatz von Tablet-Zubehör (-45%). Sonst verkauft sich alles sehr gut. Mäuse und Tastaturen, die traditionellen Produktkategorien der Westschweizer PC-Pioniere, laufen stetig und tragen noch immer fast die Hälfte zum Umsatz bei. Der angepeilte operative Gewinn für das laufende Geschäftsjahr von über einer Viertel Milliarde US-Dollar sollte daher eine leicht zu nehmende Messlatte sein. Bemerkenswert ist die nochmals von  33,1% auf 37,4% gesteigerte Betriebsgewinn-Marge.

Das lässt hoffen, dass der Reingewinn pro Aktie im Jahr 2017/2018 höher als die von Analysten durchschnittlich geschätzten 1,40 Franken ausfällt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Logitech in den nächsten 12 Monaten neue Allzeithochs erklimmt, ist daher etwas grösser als 50%.

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Zum Autor:
Robert Jakob ist promovierter Naturwissenschaftler und Buchautor und arbeitete sowohl in der Grundlagenforschung als auch für Verlage, Versicherungen und Banken. Seit Jahrzehnten ist der Wissenschaftler und Kommunikationsspezialist ein ausgewiesener Kenner der Finanzszene. Er leitete nicht nur die Redaktion des Swiss Equity Magazins (einem Tochterunternehmen der NZZ), sondern dortselbst auch das Team der Aktienanalysten.

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