Deutsche Bank gewinnt in Hypotheken-Streit in USA

Josef Ackermann

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.

New York – Die Deutsche Bank ist in den USA zwei Sorgen los: Ein New Yorker Richter hat Klagen von institutionellen Kunden abgewiesen, die sich bei Geschäften mit Hypothekenpapieren betrogen fühlten. Sowohl die französisch-belgische Finanzgruppe Dexia Banque als auch die US-Pensionskasse TIAA hätten ihre Vorwürfe „in mehreren Kernpunkten“ nicht ausreichend belegen können, urteilte Richter Jed Rakoff am Dienstag.

Die Deutsche Bank wollte das Thema am Mittwoch auf Anfrage nicht weiter kommentieren. Die beiden Investoren hatten ihre Klagen im Sommer eingereicht. Sie warfen der Deutschen Bank vor, ihnen minderwertige Hypothekenpapiere verkauft zu haben. Die Bank habe gewusst, dass die darin enthaltenen Hauskredite von schlechter Qualität gewesen seien. Anschliessend habe die Deutsche Bank gegen den US-Häusermarkt gewettet und sogar noch davon profitiert, dass die Hypothekenpapiere floppten.

Vorwürfe von Beginn weg zurückgewiesen
US-Rivalen wie Goldman Sachs, JPMorgan Chase und die Bank of America hatten wegen ähnlich gelagerter Fälle teils tief in die Tasche greifen müssen, um Investoren zu entschädigen. Ein Senatsausschuss hatte in einem Bericht zur Finanzkrise auch die Deutsche Bank unter Feuer genommen und ihr eine Mitschuld an dem Desaster gegeben. Auf diesen Bericht hatten sich die Anwälte gestützt. Die Deutsche Bank hatte die Vorwürfe von Anfang an zurückgewiesen. (awp/mc/ps)

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