Devisenreserven der SNB im Juni um 6,7 Mrd CHF gestiegen

Schweizerische Nationalbank Bern
SNB-Sitz Bern. (© SNB)

SNB-Sitz Bern. (© SNB)

Zürich – Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Juni um 6,7 Mrd CHF gestiegen. Per Ende des Berichtsmonats lag der Wert bei 608,8 Mrd CHF, nachdem es Ende Mai noch 602,1 Mrd CHF gewesen waren.

Der Gesamtbestand der Reserven (exkl. Gold) erreichte am Ende des Berichtsmonats 614,6 Mrd nach 608,1 Mrd CHF im Vormonat, wie die SNB am Donnerstag auf ihrer Internetseite mitteilte. Die Daten sind gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten (Special Data Dissemination Standard, SDDS) des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt.

Die Devisenreserven waren zuletzt meist gestiegen. Im Mai etwa war ein Plus von gut 14 Mrd CHF ausgewiesen worden, im April von 11 Mrd CHF, im März von 4,9 Mrd und im Januar von 16 Mrd CHF. Einzig im Februar hatte ein leichter Rückgang von knapp 4 Mrd CHF resultiert.

Ob und wie stark die SNB im Mai am Devisenmarkt interveniert hat, ist aus den Zahlen nicht genau herauszulesen. Oft ist die Entwicklung der wichtigsten ausländischen Währungen zum Franken ein Hauptgrund für die Veränderungen.

Für Analyst Bakhtiari gibt es für den überraschend tiefen Anstieg zwei mögliche Erklärungen. Entweder sei das Volumen am EUR/CHF-Markt nach dem Brexit sehr tief gewesen und die SNB habe für ihre Interventionen nur wenig Geld in die Hand nehmen müssen. Oder aber die SNB habe die gekauften Positionen gleich wieder verkauft. Möglich sei auch, dass beides geschehen sei, so der Experte weiter. (awp/mc/upd/ps)

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