Die wachsende Akzeptanz von Bitcoin in der Finanzindustrie

Bitcoin
(Photo by Andre Francois on Unsplash)

Limassol – Der Preis von Bitcoin ist seit März 2020 fast um das Neunfache gestiegen, und seine Marktkapitalisierung ist fast doppelt so hoch wie die Kapitalisierung von JP Morgan, der grössten US-Bank. Es ist schwer, eine Person zu finden, die das Internet nutzt und noch nicht von Bitcoin gehört hat. Einige (und bisher die meisten) halten Bitcoin für ein Nichts, andere beten ihn als die Zukunft des globalen Finanzsystems an. Aber jeder weiss davon – niemandem ist Bitcoin gleichgültig.

Seit letztem Herbst ist das Interesse an Investitionen in Bitcoin mit neuem Schwung zurückgekehrt. Sein Preis, der aus den Nachrichten vieler globaler Finanzportale ebenso nicht mehr wegzudenken ist wie der Preis von Öl, Gold oder Aktienindizes, bricht neue Rekorde. In weniger als einem Jahr, seit März 2020, ist der Wert der grössten Kryptowährung um mehr als das Neunfache gestiegen. Die Marktkapitalisierung von Bitcoin (Stand: 8. Februar) ist doppelt so hoch wie die von JP Morgan, der grössten US-Bank – 860 Milliarden US-Dollar gegenüber 427 Milliarden US-Dollar. Dies wäre zur Zeit der Tulpenmanie, mit der das Bitcoin-Preisverhalten manchmal noch verglichen wird, kaum möglich gewesen (das Tulpenfieber ist die erste Börsenblase der Geschichte, die sich aufgrund vieler sozialer Faktoren entwickelte, die im 17. Jahrhundert zu einem rasanten Anstieg der Tulpenpreise in den Niederlanden führten und in der Folge platzte der Tulpenmarkt und liess Hunderte von Verkäufern ohne Einnahmen zurück).

Die Institutionelle Anerkennung
Zweifelsohne ist die ungehemmte Geldausgabe durch die Zentralbanken der USA und der EU und die daraus resultierende Überliquidität einer der Gründe für den aktuellen Anstieg der Kryptowährungswerte gewesen. Das Gleiche gilt jedoch auch für traditionelle Vermögenswerte. Trotz des kollabierenden Bruttoinlandsprodukts und der steigenden Arbeitslosigkeit in den USA haben die Aktienindizes ein mehr als robustes Wachstum gezeigt, wobei der S&P 500 im Jahr 2020 um 16 Prozent gestiegen ist und seit seinem Tiefpunkt im März einen Sprung von 68 Prozent gemacht hat.

Aber der Hauptgrund für den Wertanstieg von Bitcoin ist ein anderer. Nach und nach haben institutionelle Investoren begonnen, Bitcoin als echten Vermögenswert anzuerkennen und in ihn zu investieren – und dies waren der Haupttreiber für das explosive Wachstum seines Preises:

  • JP Morgan sagte, der Preis von Bitcoin könnte 146.000 US-Dollar erreichen;
  • Guggenheims Chief Investment Officer Scott Minerd denkt, dass Bitcoin 400.000 US-Dollar wert sein sollte;
  • Twitter-CEO Jack Dorsey startete eine Mining-Farm;
  • Tesla gab am 8. Februar bekannt, dass das Unternehmen 1,5 Milliarden US-Dollar seiner 19 Milliarden US-Dollar an freien Mitteln in Bitcoin investiert hat und die Kryptowährung als Zahlungsmittel akzeptieren wird. Infolgedessen sprang Bitcoin um 23 Prozent nach oben.

Aber das sind alles aktuelle Presseerklärungen. Tatsächlich haben institutionelle Käufer schon viel früher damit begonnen, Bitcoin zu kaufen: regulierte Produkte, die ein Ventil für Krypto-Vermögenswerte bieten, sind seit letztem Herbst verstärkt gefragt. Das Vermögen bei Grayscale, das die grössten börsengehandelten Fonds verwaltet, die sich auf Kryptowährungen konzentrieren, stieg im letzten Jahr von 2 Milliarden US-Dollar auf 27 Milliarden US-Dollar an.

Mehr als eine Investition für den Randbereich
Bitcoin ist nicht länger eine Investition für den Randbereich. Der Zustrom von institutionellen Investoren in Krypto-Vermögenswerte wird nur noch zunehmen. Das bedeutet aber keineswegs, dass der Bitcoin-Preis immer weiter steigt. In Anbetracht der Geschwindigkeit des jüngsten Wachstums und der Empfindlichkeit des Kurses gegenüber dem Nachrichtenfluss, könnten wir eine größere Korrektur erleben und sogar mehr als eine. Trotzdem wird der Bitcoin nicht platzen, er wird sich nicht wie Nebel auflösen. Die Hauptsache ist, dass die Finanzmarktteilnehmer verstanden haben, dass Bitcoin kein Fake ist, sondern ein wirklich attraktiver Vermögenswert für Investitionen. CFD-Plattformen, die BTC-Einzahlungen annehmen wie easyMarkets, sind jetzt so lukrativ geworden, weil man mit Bitcoin-Einlagen auch andere Vermögenswerte wie Erdöl oder Gold kaufen kann. Ausserdem gibt es die Möglichkeit mit Bitcoin-Einlagen am Forex-Markt zu handeln. 

Was ist also so attraktiv an Bitcoin und was hat die Institutionellen dazu gebracht, ihre Meinung darüber zu ändern?

Die drei Eigenschaften 
Die Bitcoin-Befürworter glauben, dass es sicherlich ein Mittel zur Akkumulation sein wird, nicht nur für Einzelpersonen oder Unternehmen, sondern auch für Nationen. Bitcoin wird zumindest teilweise Fiat-Währungen und Gold in den Devisenreserven ersetzen. Die Argumente für diese Entwicklung sind zahlreich. Zum Beispiel sind Dezentralisierung und Unveränderlichkeit kritische Eigenschaften von Blockchains, die Bitcoin einen greifbaren Vorteil gegenüber Fiat-Währungen geben:

  • Dezentralisierung: Es gibt kein einziges Zentrum der Kontrolle und Entscheidungsfindung. Die gesamte Verwaltung erfolgt durch Konsens der Knoten (Miner), die das Netzwerk unterstützen. Die Zahl der aktiven Bitcoin-Miner ist nicht konstant, sondern übersteigt eine Million.
  • Unveränderlichkeit: Es ist unmöglich (oder besser gesagt, extrem teuer und daher sinnlos), zugesagte Transaktionen zu ändern oder zu verbieten. Die gesamte Transaktionshistorie wird unverändert gespeichert und ist öffentlich zugänglich.
  • Begrenzung: Die vorhersehbare Bitcoin-Emissionen. Die maximale Anzahl beträgt 21 Millionen Bitcoins, 18.625.000 wurden bereits ausgegeben, also 89 Prozent. Die aktuelle Inflation, bzw. Ausgabe von 4,25 Prozent wird nur noch abnehmen, bis sie Null erreicht.

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