Schweizer Banker sollen auf US-Botschaften Kundennamen preisgeben

US-Botschaft

Zürich – Die US-Justiz zieht bei der Verfolgung von Steuersündern weiter die schrauben an. Angeklagte Schweizer Banker sollen auf US-Botschaften in Europa Kundennamen preisgeben. Dies berichtet das Schweizer Radio und Fernsehen SRF in einer Vorschau auf das Wirtschaftsmagazin „ECO“ (Ausstrahlung 7.4.).

Gemäss Mitteilung schlagen amerikanischen Justizbehörden angeklagten Schweizer Bankern vor, auf US-Botschaften in Europa auszusagen. Das hätten voneinander unabhängige Quellen gegenüber „ECO“ bestätigt. Für die Anreise würden die internationalen Haftbefehle gegen die Banker ausgesetzt. Zudem wurde ihnen mündlich zugesichert, dass sie die Botschaften nach dem Gespräch verlassen könnten.

Verstoss gegen Schweizer recht
Sagen die Banker aus, brechen sie Schweizer Recht: Sicher das Bankgeheimnis, vermutlich verstiessen sie auch gegen die Artikel 271 und 273 des Strafgesetzbuches, die verbotene Handlungen für einen fremden Staat und wirtschaftlichen Nachrichtendienst ahnden. „Aus schweizerischer Sicht ist das ziemlich skandalös“, wird Robert Waldburger, Professor an der Hochschule St. Gallen, zitiert. Es sei höchst problematisch, wenn die USA so Informationen über Kunden verlangten. (awp/mc/ps)

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