Entscheidung über Fusion von Deutscher Börse und LSE nach Brexit-Referendum

Carsten Kengeter
Carsten Kengeter. (Foto: Deutsche Börse)

Carsten Kengeter, Vorstandsvorsitzender Deutsche Börse AG. (Foto: Deutsche Börse)

Eschborn / London – Die Entscheidung der Aktionäre über den geplanten milliardenschweren Zusammenschluss der Londoner und der Deutschen Börse fällt erst nach dem britischen Referendum über einen Austritt aus der Europäischen Union. Die Anteilseigner des Frankfurter Börsenbetreibers sollen im Juni ein Umtauschangebot erhalten, das im Juli enden soll, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Eigentümer der London Stock Exchange entscheiden bei einer Aktionärsversammlung, die im Juli einberufen werden soll. Beide Seiten müssen mit mindestens Drei-Viertel-Mehrheit für die Fusion stimmen, sonst platzt das Geschäft.

Im März hatten sich die Spitzen von Deutscher Börse und die LSE auf den Zusammenschluss zu einem weltweit führenden Börsenbetreiber verständigt. Die Frankfurter sollen gut 54 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten, als Sitz der Holding ist London vorgesehen. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll das Unternehmen führen, das auf einen Börsenwert von über 25 Milliarden Euro kommt. Laut bisherigen Planungen soll der Zusammenschluss Ende 2016 oder im ersten Quartal 2017 abgeschlossen sein. Noch müssen neben den Aktionären zahlreichen Behörden zustimmen. Zuletzt hatten beide Seite betont, auch bei einem möglichen Austritts Grossbritanniens aus der EU an der Fusion festhalten zu wollen. Am 23. Juni entscheiden die Briten darüber in einem Referendum. (awp/mc/ps)

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