EU geht gegen Betrüger und Zocker an Finanzmärkten vor

José Manuel Barroso

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Brüssel – Die EU will Betrug und Spekulation an den Finanzmärkten einen Riegel vorschieben. Wer Insiderhandel betreibt oder Kurse manipuliert, soll künftig nicht mehr ohne Strafe davonkommen. Dies hat die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel vorgeschlagen.

Die Höchststrafe für Einzelpersonen sollte mindestens fünf Millionen Euro und für Firmen zehn Prozent ihres Jahresumsatzes betragen. Um riskante Spekulationen zu verhindern, will Brüssel den schnellen Computerhandel an der Börse bei Kursschwankungen stoppen lassen. Zum Schutz der Verbraucher sollen unabhängige Bankberater keine Provisionen von Produktanbietern mehr kassieren dürfen. Das Europaparlament und die Mitgliedsstaaten müssen dieser Novelle der EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid noch zustimmen. Bis die Vorschläge in Kraft treten können, dürfte es noch ein bis zwei Jahre dauern. (awp/mc/ps)

EU-Kommission

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