EU will Banken mit Mitteln aus Strukturfonds stützen

Horst Reichenbach

Horst Reichenbach, Chef EU-Taskforce für Griechenland.

Brüssel – Die EU-Kommission erwägt nach einem Pressebericht, die geschwächten griechischen Banken mit Garantien aus ihren Strukturfonds zu unterstützen. Dies berichtet «Die Welt» am Montag unter Berufung auf EU-Kreisen. Nach Angaben des Chefs der EU-Taskforce für Griechenland, Horst Reichenbach, ist es für Griechenlands Wirtschaft ein grosses Problem, dass die Realwirtschaft keinen Zugang zu Darlehen bekommt.

«Der Bankensektor war sehr solide, hat aber unter der Krise der Staatsfinanzen schwer gelitten.» Er sei nicht in der Lage, das so nötige Wachstum zu finanzieren und mitzutragen. «Hier kommt den Strukturfonds der EU die wichtige Rolle zu, wenigstens in gewissen Bereichen Finanzmittel zur Verfügung zu haben, um Wachstumsimpulse zu geben.» Laut Reichenbach begrüsst die EU-Kommission das Angebot der deutschen Länder, Experten in das Krisenland Griechenland zu schicken.

Taskforce-Chef warnt vor Arroganz

Niedersachsen hatte vergangene Woche bereits die Entsendung von Beamten angeboten. Allerdings müsse die Planung dazu «in geordneten Bahnen geschehen, Wildwuchs schafft eher wieder Chaos als schnelle Ergebnisse», erklärte Reichenbach. Für den 12. Oktober sei daher eine Koordinierungskonferenz geplant. Der deutsche Taskforce-Chef warnte aber zugleich vor Arroganz. Man dürfe nicht mit einem ,Jetzt komm ich?-Stil herangehen. (awp/mc/ps)

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