Fed-Mitglied Bullard: ‹Brexit›-Referendum wird US-Geldpolitik nicht beeinflussen

James Bullard

James Bullard, Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis. 

Peking – Ein Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union («Brexit») hätte nach Einschätzung des Fed-Mitglieds James Bullard keine Auswirkungen auf Zinserhöhungen in den USA. Das Referendum sei zwar wichtig, werde die Geldpolitik der Fed aber nicht beeinflussen, sagte der Chef der regionalen Notenbank von St. Louis am Montag vor Journalisten in Peking. Selbst die Entscheidung für einen Austritt der Briten aus der EU werde Zinserhöhungen in den USA nicht verzögern, versicherte Bullard, der in diesem Jahr im geldpolitischen Rat der US-Notenbank Fed stimmberechtigt ist.

Dagegen hatten zuletzt einige Mitglieder im geldpolitischen Rat der Fed laut Protokoll der jüngsten Zinsentscheidung auf die Risiken eines Brexits verwiesen. Volkswirte gehen davon aus, dass die amerikanischen Währungshüter die Volksabstimmung abwarten werden. Das Referendum findet am 23. Juni statt und damit etwa eine Woche nach der Zinsentscheidung der US-Währungshüter am 15. Juni. Zuletzt hatten Umfragen auf eine Mehrheit für einen Verbleib Grossbritanniens in der EU hingedeutet. Auch nach Einschätzung von Bullard ist die Wahrscheinlichkeit eines EU-Austritts der Briten zuletzt etwas gesunken. (awp/mc/cs)

 

 

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