Fed-Mitglied Bullard: Zinswende im September wahrscheinlich

James Bullard

James Bullard, Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis.

Frankfurt – Eine Zinsanhebung im Herbst durch die US-Notenbank Fed scheint immer wahrscheinlicher. Der Präsident der regionalen Notenbank des US-Bundesstaats St. Louis, James Bullard, bekräftigte entsprechende Erwartungen am Montag. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende im September 2015 liege derzeit bei über 50 Prozent, sagte er in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox.

Die Entscheidung über die Zinspolitik obliegt dem Offenmarktausschuss der Fed, dem «Federal Open Market Committee» (FOMC). Die nächste Sitzung ist für kommende Woche veranschlagt. «Nächste Woche dürfte ein bisschen früh sein», sagte Bullard. «Ich denke, wir werden das Treffen dazu nutzen, die Daten zu beurteilen.» Die übernächste Sitzung wird dann Mitte September stattfinden.

Vorherrschende Markterwartung bestätigt
Bullard bezeichnete es als «vernünftig», den Leitzins von der Nulllinie wegzubringen und ihn dann Stück für Stück anzuheben. Der Nullzins sei eine Notfallmassnahme, obwohl die US-Wirtschaft in keinem Notfallmodus sei. Mit seinen Aussagen bestärkte Bullard die zurzeit vorherrschende Markterwartung. Eine Rede der Fed-Chefin Janet Yellen in der vergangenen Woche ist weitgehend so interpretiert worden, dass eine Zinswende im September wahrscheinlich ist. (awp/mc/ps)

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