Fitch droht USA wegen Polit-Poker um Schuldenlimit

Timothy Geithner

US-Finanzminister Timothy Geithner.

Frankfurt am Main – Nach den Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P) und Moody’s hat nun auch die dritte grosse Ratingagentur den USA die gelbe Karte gezeigt. Sollten die Vereinigten Staaten im derzeitigen Streit um das sogenannte Schuldenlimit keine Einigung erzielen, drohe eine «eingeschränkte Zahlungsunfähigkeit», schreibt die Agentur in einem Kommentar vom Mittwoch.

Zwar könne die US-Bonität auch nach einer zeitweisen Herabstufung wieder angehoben werden. Es sei aber unwahrscheinlich, dass das die aktuelle Bestnote von «AAA» kurzfristig wieder erreicht werde, so die Agentur. Derzeit geht Fitch noch davon aus, dass sich die US-Politik rechtzeitig auf eine Lösung einigen wird. In dem aktuellen Haushaltsstreit in den USA geht es um die gesetzliche Schuldenobergrenze von aktuell 14,3 Billionen Dollar. Wird diese Grenze nicht bald erhöht, können die USA ab Anfang August ihrem Schuldendienst nicht mehr nachkommen. Dann droht eine sogenannte «technische Zahlungsunfähigkeit», wie es Fitch umschreibt. (awp/mc/ps)

Standard & Poor’s (S&P)

Moody’s

US-Finanzministerium

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