Fitch sieht Schweiz als Vorreiterin bei Grossbanken-Kapitalregeln

Paradeplatz Zürich
Bankenzentrum am Zürcher Paradeplatz.

Zürich – Die Ratingagentur Fitch sieht die Schweiz mit ihren neuen Eigenkapital-Vorschriften für die Grossbanken als Vorreiterin. Sie erwarte, dass künftig die systemrelevanten Banken weltweit ähnliche Summen an verlustabsorbierendem Kapital (Total loss absorbing capital, TLAC) halten müssten, heisst es in einer Stellungnahme von Fitch vom Dienstag.

Die neuen Vorschriften kämen im Vorfeld der globalen minimalen TLAC-Standards, die kommenden Monat am G20-Gipfel finalisiert werden sollten, so Fitch. Die Schweiz sei das erste Land, das nun konkrete Vorgaben gebe: UBS und CS müssten bis Ende 2019 TLAC-Äquivalente von mindestens 28,6% der risikogewichteten Aktiven (RWA) halten. «Die neuen Vorgaben sind an den Vorschlägen des Financial Stability Board gemessen streng.»

Die Erhöhung der ungewichteten Eigenkapitalquote (Leverage Ratio) in der Schweiz auf 5% entspricht laut der Agentur den Vorschriften in den USA für Bankholdings. Auch wenn die regulatorischen Vorschriften in anderen Ländern niedriger ausfallen würden als in der Schweiz, so würden die Investoren ihre «Benchmarks» am oberen Ende des Spektrums orientieren, gibt sich Fitch überzeugt. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.