GAM hält verwaltete Vermögen in Q1 stabil

Alexander Friedman

Alexander Friedman, CEO GAM Holding.

Zürich – Die Vermögensverwalterin GAM hat im ersten Quartal 2015 die Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die SNB vor allem im bedeutenderen Bereich Investment Management zu spüren bekommen. Gruppenweit ist der Effekt allerdings durch Netto-Neugeldzuflüsse und eine positive Marktperformance kompensiert worden. Per Ende März lagen die verwalteten insgesamt bei 123,3 Mrd CHF nach 123,2 Mrd per Ende 2014. Damit wurden die Erwartungen am Markt leicht übertroffen. Die Gruppe vereinheitlicht nun ihren Auftritt und tritt ab dem Sommer mit der Hauptmarke GAM für die gesamte Gruppe auf.

Im ertragsmässig deutlich wichtigeren Bereich Investment Management (IM) gingen die verwalteten Vermögen seit Jahresbeginn um 2,4 Mrd auf noch 73,7 Mrd CHF zurück, wie die Gruppe in ihrem am Dienstag veröffentlichten Zwischenbericht für die ersten drei Monate 2015 schreibt. Die Umrechnung in Schweizer Franken habe dabei eine negative Auswirkung von 4,1 Mrd gehabt. Die Mehrheit der im IM verwalteten Vermögen ist in Fremdwährungen denominiert, rund ein Drittel von ihnen in EUR.

Positive Marktperformance
Die Entwicklung habe allerdings teilweise durch positive Marktperformance und Netto-Neugeldzuflüsse in diversen Anlageklassen kompensiert werden können, so GAM. Besonders gefragt waren demnach etwa die unter der Marke «Julius Bär Funds» vertriebenen japanischen Long-Only und europäische Long/Short Aktienstrategien aber auch spezialisierte Fixed-Income-Produkte. Netto-Abflüsse gab es unter anderem bei den chinesischen Aktienstrategien wie auch bei den «traditionellen» Funds of Hedge Funds.

Private Labelling gehalten
Der Bereich Private Labelling (PL) wies per Ende Quartal verwaltete Vermögen von 49,6 Mrd CHF aus (Ende 2014: 47,1 Mrd) aus. Der Bereich, der Outsourcing-Lösungen für Dritte anbietet, trägt allerdings nur zu rund 7% zu den Erträgen der Gruppe bei. Der Bereich konnte ebenfalls von Netto-Neugeldzuflüssen und einer positiven Marktperformance profitieren. Mit 1,5 Mrd sei der negative Einfluss von Wechselkursschwankungen geringer gewesen als im IM, da hier die Mehrheit der verwalteten Vermögen in Schweizer Franken denominiert sei, kommentiert GAM.

In der Schweiz domizilierte Fonds konnten danach Netto-Neugeldzuflüsse erzielen, während Offshore-Produkte Abflüsse verzeichneten. Die Entwicklung in Luxemburger Fonds sei insgesamt flach gewesen.

Einheitliche Marke
Das Tangible Equity weist die Gruppe per Ende März 2015 mit 545,4 Mio CHF aus gegenüber 540,6 Mio per Ende 2014. Die flüssigen Mittel betrugen per Ende des Quartals 564,3 Mio CHF.

Die Umsetzung der im März präsentierten mittelfristigen strategischen Initiativen schreite «plangemäss» voran, heisst es in der Mitteilung weiter. Ab dem 1. Juni 2015 würden nun sämtliche Bereiche der Gruppe unter der Marke «GAM» auftreten. Der Name «Swiss & Global Asset Management» werde künftig nicht mehr verwendet. Die mit der Bank Julius Bär lizenzierte Marke «Julius Bär Funds» werde weiterhin genutzt, als reine Produktmarke.

0.9 Mio Aktien verkauft
An der Generalversammlung vom 30. April werden die Aktionäre über die Vernichtung von 3,3 Millionen eigener Aktien abstimmen, die im Verlauf des Jahres 2014 zurückgekauft wurden. Das aktuelle Rückkaufprogramm wurde im April 2014 lanciert. Es ermöglicht den Rückkauf von bis zu 16,7 Millionen Aktien über eine Zeitspanne von maximal drei Jahren.

Im Rahmen dieses Programms hat GAM im Verlauf des ersten Quartals insgesamt 0,9 Millionen eigener Aktien zurückgekauft. Damit habe das Unternehmen unter dem laufenden Programm insgesamt 2,9 Millionen Titel oder 17% der Maximallimite erworben. Per Ende März 2015 betrug die Zahl ausstehender GAM-Aktien noch 160,7 Millionen (161,2 Millionen zum Jahresende 2014). Für die Bedienung der letzten ausstehenden Mitarbeiteroptionen wurden 0,3 Millionen Aktien verwendet. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.