GAM kauft Arkos Capital mit AuM von 664 Mio Franken

David Solo

GAM-CEO David M. Solo.

Zürich – Der Vermögensverwalter GAM baut sein Vermögensverwaltungsgeschäft aus. Dazu sei eine Vereinbarung zum Kauf von 100% des Aktienkapitals der Arkos Capital mit Sitz in Lugano abgeschlossen worden, teilt GAM mit. Arkos, eine unabhängige, der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht unterstehende Vermögensverwaltungsgesellschaft, habe per Ende 2011 über verwaltete Vermögen (AuM) von 664 Mio CHF verfügt.

Es werden gemäss Mitteilung keine signifikanten Integrationskosten erwartet und die Akquisition dürfte einen unmittelbar positiven Beitrag zum Erfolg von GAM leisten. «Diese ergänzende Akquisition passt zu 100% in unsere Wachstumsstrategie», wird GAM-CEO David M. Solo in der Mitteilung zitiert.

Gemäss den Vertragsbedingungen erwerbe GAM nach Erteilung der aufsichtsbehördlichen Genehmigungen 74,95% des Aktienkapitals von Arkos. Die entsprechenden Genehmigungen würden vor Ende des zweiten Quartals erwartet. Der verbleibende, gegenwärtig vom Arkos-Management gehaltene Anteil von 25,05% werde mittels aufgeschobener Barzahlungen erworben. Die Kosten für diesen Anteil hingen von der künftigen Geschäftsentwicklung ab.

Verwaltung von Offshore- und Onshore-Absolute-Return-Fonds
Arkos ist laut Mitteilung eine Investment-Boutique, die eine Reihe von Offshore- und Onshore-Absolute-Return-Fonds verwaltet. Diese würden sich durch niedrige Volatilität, Liquidität und Transparenz auszeichnen. Das Angebot umfasse Long/Short-Aktienstrategien, die in Europa, den Schwellenländern und in Finanztitel investieren, sowie eine aktive Wandelanleihenstrategie. Nach Transaktionsabschluss sollen alle Arkos-Fonds unter der Marke GAM vertrieben werden.

Mitarbeiter bleiben, Standort Lugano wird beibehalten
Das Investmentteam von Arkos setze sich aus acht Mitarbeitern zusammen, die im Unternehmen verbleiben würden. Das Team werde die Fonds weiterhin verwalten. Auch der Standort in Lugano werde beibehalten, wobei Sales- und Support-Funktionen von den GAM-Niederlassungen in Zürich und London verstärkt würden. (awp/mc/pg)

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