Generali erfüllt bereits jetzt fast alle 2015er-Ziele

Mario Greco
Generali-CEO Mario Greco. (Foto: Generali)

Generali-CEO Mario Greco. (Foto: Generali)

Triest – Nach dem Verkauf von Unternehmensteilen hat der italienische Versicherer Generali bereits jetzt fast alle seine Ziele für das kommende Jahr erreicht. Das eigentlich erst für 2015 gesteckte Ziel einer Eigenkapitalrendite von 13 Prozent wird Italiens grösster Versicherer eigenen Angaben vom Mittwoch zufolge bereits Ende 2014 erreichen. Auch die Ziele für die Mittelzuflüsse seien bereits geschafft, teilte das Unternehmen anlässlich einer Investorenveranstaltung mit. Zudem bestätigten die Italiener, dass sie höhere Dividenden planten.

Im Mai will der Konzern seine neue Strategie vorstellen. «Der nächste Plan wird sich stark von den vorherigen unterscheiden», sagte Unternehmenschef Mario Greco der Nachrichtenagentur Bloomberg an. «Er wird sich nicht auf den Turnaround fokussieren, sondern auf das Geschäft und die Kunden.»

Aggressivere Dividendenpolitik erwartet
Analyst Fabrizio Bernardi vom italienischen Investmenthaus Fidentiis Equities erwartet, dass Generali in weitere Länder vordringen und eine aggressivere Dividendenpolitik fahren wird. Dabei verweist er auf den deutschen Konkurrenten Allianz, der einen höheren Anteil seines Gewinns an die Aktionäre ausschütten will.

Generali hält an Beteiligung in Russland fest
Trotz der Konflikte zwischen Russland und der Ukraine will Generali-Chef Greco an seiner 38,5 prozentigen Beteiligung an dem russischen Versicherer Ingosstrakh Insurance festhalten. Erst im vergangenen Jahr hatten die Italiener ihren Anteil aufgestockt. «Russland ist ein potenziell grosser Markt für Finanzdienstleistungen, inklusive Versicherungen, aber kein sehr offener Markt», sagte der Generali-Chef.

Zukünftig will sich das Unternehmen Greco zufolge auf Schlüsselmärkte wie Italien, Frankreich, Deutschland sowie Zentral- und Osteuropa fokussieren. Seit dem Amtsantritt von Greco vor gut zwei Jahren hat Generali sich von Tochtergesellschaften etwa in den USA und Mexiko im Wert von über vier Milliarden Euro getrennt. Am 27. Mai will er seine neue Strategie vorstellen. (awp/mc/pg)

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