Generali verdient weniger als erwartet

Giovanni Perissinotto

Generali-CEO Giovanni Perissinotto.

Triest – Der italienische Versicherer Generali hat 2011 wegen hoher Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen und Beteiligungen deutlich weniger verdient. Der Überschuss sei von 1,7 Milliarden Euro im Vorjahr auf 856 Millionen Euro und damit stärker als von Experten erwartet gesunken, teile das Unternehmen am Dienstagabend in Triest mit. Die Aktionäre bekommen den niedrigeren Gewinn mit einer um fünf auf 20 Cent gekürzte Dividende zu spüren. Im laufenden Jahr soll es wieder aufwärts gehen.

Die Höhe der ausserordentlichen Abschreibungen bezifferte Generali auf mehr als eine Milliarde Euro. Neben der Belastung aus dem Engagement in Griechenland drückte vor allem die Beteiligung an Telco, dem grössten Aktionär von Telecom Italia, auf den Gewinn. Generali-Chef Giovanni Perissinotto, der die Kosten senken, die Effizienz steigern und Teile des Konzerns verkaufen will, rechnet 2012 mit einem «starken» Wachstum des Gewinns.

Bruttoprämien um 5,5% rückläufig
Wie die Generali bereits am 24. Februar mitgeteilt hat, gingen die Prämien 2011 trotz teils guter Geschäft zumindest in einigen Sparten zurück. Weil aber das Interesse an Lebensversicherungen gegen Einmalbeitrag um fast ein Viertel nachliess, sanken die eingenommenen Bruttoprämien insgesamt um 5,5 Prozent auf 69,2 Milliarden Euro. (awp/mc/ps)

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