GKB erzielt 2017 ein Rekordergebnis – Dividende wird erhöht

Alois Vinzens
Alois Vinzens, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Graubündner Kantonalbank. (Foto: GKB)

Chur – Die Graubündner Kantonalbank (GKB) ist im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gewachsen und hat das beste operative Ergebnis ihrer Geschichte erwirtschaftet. Die Inhaber der Partizipationsscheine erhalten eine auf 40 CHF von 38 CHF erhöhte Dividende. Für das laufende Jahr ist das Management optimistisch und rechnet mit einem wiederum guten Ergebnis.

Der Geschäftsertrag des Bündner Kantonsinstituts erhöhte sich 2017 um 7,6% auf 382,4 Mio CHF, wobei alle Ertragskomponenten eine Zunahme verzeichneten. Trotz des höheren Geschäftsvolumens blieben die Kosten unter dem Vorjahr. Der Geschäftserfolg verbesserte sich so überproportional um knapp 25% auf 195,3 Mio CHF und der Konzerngewinn nahm um 7% auf 180,3 Mio zu. Beide Kennzahlen übertreffen damit sowohl die Zielgrössen der Verantwortlichen wie auch die Prognosen der ZKB.

Auflösung von Wertberichtigungen auf Risikooptionen
In dem für Retailbanken wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsgeschäft, nahm der Nettoerfolg um gut 6% auf 254,3 Mio zu. Als Folge des Rückgangs der Risikopositionen konnten Wertberichtigungen in Höhe von 9,3 Mio aufgelöst werden. Die Quote an notleidenden Krediten sei auf minimale 0,17% gefallen, schreibt die GKB am Freitag in ihrer Mitteilung zum Jahresabschluss.

Die Kundenausleihungen legten um über 5% zu. Die Hypotheken erhöhten sich dabei überproportional um 6%. Das Wachstum sei durch erstklassige ausserkantonale Hypotheken erzielt worden, hält die GKB fest. Die Kundengelder wuchsen um 6,6%. Das Institut zog 235 Mio an Nettoneugeldern an, nach 309 Mio im Vorjahr.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte der Erfolg von bereits hohem Niveau aus nochmals gesteigert werden. Dazu trugen insbesondere der Ausbau des Mandatsvolumens und die Emission von eigenen Fonds sowie der höhere Kommissionsertrag der Privatbank Bellerive bei. Im Handelsgeschäft profitierte die GBK von der Zunahme der Fremdwährungs-Transaktionen.

Dank einer aktiveren Anlagestrategie bei den Wertschriften sowie einem Ertrag von 4,2 Mio CHF aus der 25%-Beteiligung am Vermögensverwalter Albin Kistler erhöhte sich der übrige Erfolg um knapp 73% auf 14,7 Mio.

Weiterhin sehr solid präsentiert sich die Bilanz der GKB. Mit einer Kernkapitalquote CET-1 von 18,7% gehört sie zu den bestkapitalisierten Banken in der Schweiz.

2018 Konzerngewinn von 175 bis 180 Mio erwartet
Auch im laufenden Jahr 2018 erwartet die GKB wiederum ein „gutes“ Ergebnis. Dieses dürfte allerdings nicht mehr von einem weiteren Abbau der Risikopositionen profitieren. Das Management sieht den Geschäftserfolg so in der Grössenordnung von 170 bis 175 Mio CHF, den Konzerngewinn zwischen 175 Mio und 180 Mio CHF. Zudem will die Bank 450 Mio an neuen Geldern anziehen. (awp/mc/ps)

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