GLKB setzt im 1. Quartal Wachstum fort

Hanspeter Rhyner, CEO Glarner Kantonalbank. (Foto: GLKB)

Glarus – Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat im ersten Quartal 2016 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und weist einen gestiegenen Geschäftserfolg aus. Unter dem Strich resultierte allerdings ein rückläufiger Reingewinn, nachdem das Institut im Vorjahr noch vom Verkauf seiner Beteiligung am Asset Manager Swisscanto profitiert hatte.

Dank den weiteren Ertragssteigerungen sowie etwas langsamer ansteigenden Kosten erhöhte sich der Geschäftserfolg für die ersten drei Monate des Jahres um 13% auf 4,8 Mio CHF. Der Reingewinn lag dagegen mit 3,8 Mio CHF um 46% unter dem Vorjahreswert, wie den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Staatsinstituts zu entnehmen ist.

Erträge aus Lizenzen
Der gesamte Betriebsertrag verbesserte sich in den ersten drei Monaten des Jahres um 6,1% auf 15,2 Mio CHF. Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, ging der Erfolg allerdings trotz des weiteren Wachstums der Ausleihungen um 0,9% auf 11,3 Mio CHF zurück, was die Bank mit der im November 2015 platzierten Tier-1-Anleihe begründet.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft resultierte ebenfalls ein leichter Rückgang (-0,9%) auf 2,3 Mio CHF. Dagegen lag der Erfolg aus dem Handelsgeschäft mit 1,1 Mio CHF um rund 53% über dem Wert der Vorjahresperiode. Zudem fiel ein «übriger ordentlicher Erfolg» von 0,5 Mio CHF (VJ -0,2 Mio) an – darin enthalten sind die Erträge aus Softwarelizenzierungen. Die GLKB hat ihr «Robo-Advisor»-Konzept an «MoneyPark» und, wie Anfang April mitgeteilt, ihre Online-Hypothekenplattform (hypomat.ch) an die Freiburger Kantonalbank lizenziert.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich in den ersten drei Monaten um 4,2% auf 9,4 Mio CHF. Die Steigerung war auf einen höheren Personalaufwand zurückzuführen, während der Sachaufwand leicht tiefer ausfiel. Die Abgeltung der Staatsgarantie belastete die Bank mit 0,5 Mio CHF (+33%).

Bilanzsumme übersteigt 5 Mrd-Grenze
Im Hypothekargeschäft legte die GLKB weiter zu, wenn auch nicht mehr mit dem Tempo des Vorjahres. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 1,8% gegenüber dem Stand von Ende 2015 und belaufen sich neu auf 4,03 Mrd CHF. Die klar höhere Neukreditvergabe wurde laut Mitteilung durch die Rückzahlung grösserer Hypothekarpositionen beeinflusst. Zur Zunahme hätten «die verschiedenen Vertriebskanäle» beigetragen, schreibt die GLKB, die zu den Vorreitern bei den Online-Hypotheken zählt.

Bei den Kundengelder resultierte ein Zufluss von 79 Mio CHF, insgesamt beliefen sich diese auf 3,34 Mrd CHF (+2,4%). Die Bilanzsumme erhöhte sich in den ersten drei Monaten, überschritt die Marke von 5 Mrd CHF und belief sich per Ende März auf 5,12 Mrd CHF (+2,6%). (awp/mc/pg)

GLKB

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