Goldman Sachs leidet unter unruhigen Märkten

Lloyd Blankfein
Lloyd Blankfein, CEO Goldman Sachs.

Lloyd Blankfein, CEO Goldman Sachs.

New York – Eine Flaute im Handelsgeschäft hat die führende US-Investmentbank Goldman Sachs ausgebremst. Im dritten Quartal fiel der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar (1,25 Mrd Euro), wie das Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Die Erträge schrumpften um 18 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Die Anleger hätten sich wegen der wieder aufgeflammten Wachstumssorgen um die Weltwirtschaft zurückgehalten, erklärte Bankchef Lloyd Blankfein.

Das machte sich vor allem in dem für den Wall-Street-Riesen so wichtigen Geschäft mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen bemerkbar: Die Einnahmen in der unter dem Kürzel FICC geführten Sparte fielen um ein Drittel auf 1,46 Milliarden Dollar. Investmentbanken wie Goldman Sachs verdienen an zahlreichen Börsengeschäften und profitieren deshalb von starker Handelsaktivität.

Goldman-Aktie reagiert kaum
Zuletzt gingen Anleger aber wegen der Furcht von einem China-Crash und der Ungewissheit über die US-Geldpolitik in die Defensive. Analysten hatten ihre Erwartungen an die Quartalszahlen deshalb bereits nach unten geschraubt, aber dennoch mit stärkeren Ergebnissen gerechnet. An der Börse wurde Goldman Sachs der seltene Ausrutscher jedoch nachgesehen – die Aktie reagierte kaum.(awp/mc/upd/ps)

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