Goldpreis – quo vadis?

Goldpreis – quo vadis?
Florian Siegfried, Senior Portfolio Manager bei AgaNola AG (Bild: AgaNola)

Florian Siegfried, Senior Portfolio Manager bei AgaNola AG (Bild: AgaNola)

Es herrscht derzeit schon fast Endzeitstimmung. Neuere geopolitische Krisen wie in der Ukraine rücken andere Langzeit-Krisenherde wie den Mittleren Osten oder Afghanistan in den Hintergrund. Auch die Aussichten für die Weltwirtschaft sind laut dem Internationalen Währungsfonds alles andere als glänzend.

Von Florian Siegfried, Senior Portfolio Manager bei AgaNola AG

Die aufblühende US-Wirtschaft alleine wird der Weltwirtschaft nicht die nötigen Impulse geben können. Die Umstände stünden demnach positiv für Gold. Und obwohl Gold 2014 zu den besten Investments zählte, ist der Hype um den Klassiker unter den Edelmetallen längst abgeflaut. Gold scheint die Gunst der Anleger und den Nimbus der ultimativen «Krisenanlage» verloren zu haben. Aber gerade wegen dieser Unaufgeregtheit lohnt sich ein Blick auf die Fundamentaldaten.

Wichtige Faktoren sprechen für Gold
Eine Reihe von Faktoren sprechen für einen nachhaltigen Aufwärtstrend beim Goldpreis:

  1. Es gibt eine hohe Volatilität und Unsicherheit in allen Märkten. Es ist gut vorstellbar, dass Investoren auf der Suche nach Stabilität in Gold-Investments zurückkehren.
  2. Die Nachfrage nach Gold wächst in Asien, vor allem in China und Indien weiter. Zudem diversifizieren die asiatischen Notenbanken ihre Währungsreserven durch Goldkäufe. Nach Angabe des World Gold Council haben die Notenbanken im dritten Quartal des Vorjahres gut 90 Tonnen Gold gekauft, was elf Prozent der weltweiten Minenproduktion in diesem Zeitraum entspricht.
  3. Das Schreckgespenst der Deflation ist omnipräsent und gefährdet Margen und Unternehmensgewinne. Die Entwicklung bei Gold ist gegenläufig. Goldminen-Unternehmen profitieren von fallenden Energiepreisen, während der Goldpreis höher notiert. Seit dem Hoch im September 2011 sind die Kurse der Goldproduzenten um 70 Prozent eingebrochen. Mittlerweile sind die Bewertungen im Minensektor sehr günstig, mit der Folge, dass nicht nur die M&A-Aktivitäten zunehmen, sondern auch neue Investoren wie Value Fonds oder Private Equity beginnen, Engagements im Sektor aufzubauen.
  4. Der Trend hin zu Investments in physisches Gold und statt ETFs ist zu beobachten. Auch davon sollte der Goldpreis profitieren.

Während viele den Abgesang von Gold anstimmen, sehen wir bei AgaNola aus den genannten Gründen durchaus ein Aufwärtspotential für das Edelmetall. Mit unserem Fonds Precious Capital Global Mining and Metals Fund beispielsweise setzen wir auf Produzenten, die von sinkenden Kosten in schwachen Lokalwährungen und einem steigenden Goldpreis überproportional profitieren und in geopolitisch stabilen Märkten wie Kanada oder Australien operieren. (AgaNola/mc/hfu)

Florian Siegfried
ist Senior Portfolio Manager bei AgaNola AG, ist Spezialist für Gold und Edelmetalle. Zu AgaNola-Kunden zählen Pensionskassen wie auch private Anleger wie HNWI oder Family Offices.

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