Griechenlands Premier weist Umschuldungsgerüchte zurück

Giorgos Papandreou

Ministerpräsident Giorgos Papandreou.

Athen – Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat die immer neuen Gerüchte über eine bevorstehende Umschuldung zurückgewiesen. Papandreou kritisierte, dass mit der Angst der Menschen gespielt werde. «Verschliessen Sie die Ohren vor diesen Gerüchten», riet er den Ministern laut Erklärung seines Büros vom Donnerstag.

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Spekulationen über eine angeblich bevorstehende Umschuldung Griechenlands. Die Kurse griechischer Staatsanleihen fielen rasch, die Renditen schossen durch die Decke. So schnellte die Rendite zweijähriger griechischer Staatsanleihen am Mittwoch erstmals seit Gründung der Währungsunion über die Marke von 25 Prozent. Für das hoch verschuldeten Land, das vor einem Jahr von den Europäern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Hilfspaket von 110 Milliarden Euro vor dem Staatsbankrott gerettet werden musste, wird der Gang an die Kapitalmärkte damit immer schwieriger.

Papandreou will Reform- und Sparprogramm fortführen
Papandreou versicherte, seine Regierung werde das Reform- und Sparprogramm fortsetzen, das mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbart ist. Die Tatsache das Griechenlands Defizit 2010 laut der Statistikbehörde Eurostat bei 10,5 Prozent statt zuvor ausgewiesener 9,6 Prozent, sei nicht so wichtig, hiess es. «Wir wissen: Der Weg ist noch lang», sagte Papandreou weiter. Er wies auch Gerüchte über eine mögliche Regierungsumbildung oder sogar vorgezogene Parlamentswahlen in Griechenland zurück. (awp/mc/ss)

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