Griechenland: Umschuldung wäre «Riesenfehler»

Giorgos Papakonstantinou

Giorgos Papakonstantinou, griechischer Finanzminister.

Athen – Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou hat am Dienstag abermals Gerüchte über eine Umschuldung Griechenlands dementiert: «Die Umstrukturierung, das sogenannte ‹Hair Cut›, wäre ein Riesenfehler «, sagte Papakonstantinou am Dienstag im griechischen Staatsfernsehen (NET).

Griechenland würde dann für zehn bis 15 Jahre vom Finanzmarkt ausgeschlossen bleiben. Zudem würde es schlimme Folgen für die Renten- und Versicherungskassen des Landes haben. «Wünschenswert» wäre es nach seinen Worten, wenn die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) eine Streckung der Zahlungsfristen für die 110 Milliarden Euro Finanzspritzen genehmigen würden. An diesem Mittwoch beginnen Experten von EU, IWF und EZB eine neue intensive Kontrolle der Bücher in Athen. Nur wenn alles in Ordnung ist, kann Griechenland auf die nächste Tranche der Finanzhilfe in Höhe von rund zwölf Milliarden Euro im Juni hoffen. (awp/mc/ps)

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