Griechische 10-Jahresanleihen neuerlich verteuert – Höchstwert 2014

Euro-Schuldenkrise Giechenland

Athen/Brüssel – Griechenlands Rendite auf 10-Jahresanleihen sind am Silvestertag neuerlich teurer geworden und haben mit 9,542 Prozent den höchsten Wert des zu Ende gehenden Jahres erreicht. Ursache sind die Unsicherheiten wegen der vorgezogenen Neuwahlen Ende Januar 2015 und die Folgen eines möglichen Wahlsiegs des Linksbündnisses Syriza.

Griechenland hatte Ende August des Jahres mit 5,561 Prozent einen Tiefstand nach der Wirtschaftskrise verbuchen können. Während der Krise hatte es einen Rekordwert von knapp 37 Prozent im Februar 2012 gegeben. Das war für die notwendige Refinanzierung allerdings nur ein theoretischer Wert. Generell wird als Schwelle, um sich refinanzieren zu können, ein Höchstwert von 7 Prozent angenommen.

Lage in restlicher Eurozone stabil
Im Rest der Eurozone blieb die Lage stabil. Deutschland lag mit 0,544 Prozent auf einem Tiefstand. Dann folgen Finnland (0,655 Prozent), die Niederlande (0,681 Prozent) und Österreich (0,713 Prozent).

Dahinter liegen Belgien (0,825 Prozent) und Frankreich (0,826 Prozent), Irland (1,245 Prozent), Spanien (1,619 Prozent), Lettland (1,792 Prozent). Italien folgt mit 1,889 Prozent. Slowenien kommt auf 2,137 Prozent, Portugal auf 2,691 Prozent und Schlusslicht Griechenland auf 9,542 Prozent.

Keine Daten aus der Eurozone lagen aus Luxemburg, Malta, Zypern, Estland und der Slowakei vor. (awp/mc/ps)

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