Griechisches Defizit 2010 höher als bislang geschätzt

Giorgos Papandreou

Giorgos Papandreou, griechischer Ministerpräsident.

Athen – Die Griechen müssen sich auf weitere harte Sparmassnahmen einrichten: Das klamme Land hat eine Verschuldung von 10,6 Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr 2010 gehabt. Bislang ging man in Athen von 9,4 bis 9,5 Prozent aus. Diese neuen Zahlen habe am Freitag das griechische Statistische Amt (ELSTAT) der Europäischen Statistikbehörde Eurostat übermittelt.

Die endgültigen Werte werde die Eurostat Ende April bekanntgeben, hiess es übereinstimmend in griechischen Medienberichten am Freitag weiter. Am Montag starten Experten der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) eine neue Kontrolle der Bücher in Athen. Griechenland steht seit gut einem Jahr unter Dauerkontrolle der drei Institutionen, welche die eigentlichen Lenker der Finanzen des Landes sind.

110-Milliarden-Euro-Hilfspaket
Die Europäer und der IWF hatten ein Hilfspaket von insgesamt 110 Milliarden Euro geschnürt, um Athen vor dem Staatsbankrott zu retten. Nach Schätzungen der griechischen Finanzpresse müssen in den kommenden Monaten rund 1,7 bis zwei Milliarden Euro zusätzlich in Griechenland gespart werden. (awp/mc/ps)

Eurostat

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