Grosse Kostenunterschiede in der Vermögensverwaltung

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(Foto: Dreaming Andy - Fotolia.com)

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Zürich – Wer sein Vermögen von einer Bank verwalten lassen will, tut gut daran, die anfallenden Kosten zu vergleichen. Die Unterschiede zwischen den Finanzinstituten sind nämlich beträchtlich.

So zahlt ein Bankkunde für die Verwaltung eines Vermögens von 250’000 CHF und einem Aktienanteil von 40 bis 60% bei der Migrosbank jährlich 2’618 CHF. Das gleiche Vermögensverwaltungsmandat bei der UBS kommt dagegen auf 4’375 CHF zu stehen, wie eine am Mittwoch publizierte Zusammenstellung des Online-Vergleichsdienstes moneyland.ch zeigt.

Noch grösser sind die Unterschiede für risikoscheue Anleger, die nicht in Aktien investieren wollen. Bei der Migrosbank zahlen sie für die Verwaltung eines solchen Portfolios im Jahr 947,50 CHF. Bei der Basler Kantonalbank oder der Bank Coop ist das gleiche Angebot mit 3’250 CHF mehr als dreimal so teuer.

Mehr Aktien bedeuten mehr Gebühren
Die grössten absoluten Kostenunterschiede ergeben sich jedoch in der Verwaltung eines Vermögens von einer Millionen CHF. Da kann die Differenz bis zu 10’000 CHF oder 74 Prozent pro Jahr betragen. Generell gilt gemäss dem Vergleich: Je höher der Aktienanteil desto höher sind die Gebühren. Die Unterschiede fallen jedoch in der Tendenz geringer aus.

Nach einem Bundesgerichtsurteil im Jahr 2012, das die Banken zur Rückerstattung der so genannten Retrozessionen verpflichtete, haben fast alle Schweizer Finanzinstitute ihre Vermögensverwaltungsangebote überarbeitet. Viele Banken haben Pauschalgebühren eingeführt, die in der Regel Beratungs-, Verwaltungs- und Transaktionskosten sowie Depotgebühren beinhalten.

Für den Vergleich hat moneyland.ch diese Pauschalgebühren für vergleichbare Angebote zusammengetragen. Mehrwert- und Stempelsteuer sowie Produkte-, Börsen- und Währungsumrechnungsgebühren, die unter Umständen ebenfalls noch anfallen können, wurden dagegen nicht mitgerechnet.

Berechnet hat der Online-Vergleichsdienst die anfallenden Gebühren für die drei Anlagesummen 250’000, 500’000 und 1’000’000 CHF für jeweils drei unterschiedliche Strategien sowohl in der Vermögensverwaltung als auch in der Anlageberatung. (awp/mc/pg)

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