Handelsregisteramt Zug weitet Angebot zur Bezahlung in Kryptowährungen mit «inapay» aus

Marco Bumbacher
Marco Bumbacher, Mitgründer und Managing Partner von inacta AG. (Foto: zvg)

Zug – Seit heute ist es im Handelsregisteramt des Kantons Zug möglich, direkt vor Ort in Bitcoin zu bezahlen. Möglich gemacht wird dies durch die Point-of-Sales (PoS) Lösung «inapay», die vom im Zug ansässigen Informatikunternehmen inacta AG entwickelt und in Zusammenarbeit mit Bitcoin Suisse betrieben wird.

Der Kanton Zug bleibt seinem Ruf als Vorreiter in den neuen Blockchain-Technologien treu und baut sein diesbezügliches Angebot beim Handelsregisteramt weiter aus. Schon bisher war es möglich, das Kapital eines Unternehmens mittels Sacheinlage in Kryptowährungen zu liberieren oder eine vom Handelsregisteramt zugestellte Rechnung in Bitcoin oder Ether zu bezahlen. Neu dazu kommt die Möglichkeit, Gebühren direkt vor Ort in Bitcoin zu bezahlen. Dabei scannt der Kunde mit einer handelsüblichen «Wallet» auf seinem Smartphone eine eigens für seine Transaktion generierte Empfangsadresse in Form eines QR-Codes und überweist den entsprechenden Betrag in Bitcoin. Ohne Verzögerung zeigt «inapay» daraufhin die erfolgreiche Transaktion an.

Bitcoin Suisse wandelt Zahlung in Franken um
Wenngleich die Zahlung des Kunden bzw. der Kundin in Bitcoin erfolgt, erhält der Kanton Zug den Betrag in Schweizer Franken. Die ebenfalls in Zug ansässige Bitcoin Suisse AG (SRO anerkannt) wandelt die Zahlung in Schweizer Franken um und überweist den bei «inapay» eingegeben Betrag netto auf das Bankkonto des Kantons Zug. So wird sichergestellt, dass es selbst bei grossen Schwankungen im Wechselkurs nicht zu Überraschungen kommt und weder der Kanton noch der Kunde ein Risiko trägt.

Letzteres betont Andreas Hess, Amtsleiter Handelsregister- und Konkursamt des Kantons Zug: «Wir haben eine Lösung gesucht, die einerseits unseren Kundinnen und Kunden neue Bezahlmöglichkeiten eröffnet, andererseits aber unserer Verantwortung gegenüber dem Kanton gerecht wird. Soweit es uns betrifft, erfolgt die Rechnungsstellung in Schweizer Franken und wir erhalten genau diesen Betrag gutgeschrieben».

Diese Äusserung deckt sich mit den Worten von Marco Bumbacher, Mitgründer und Managing Partner von inacta AG, Zug: «Bei der Entwicklung von inapay war es unser Ziel, neuen Kreisen die Akzeptanz von Kryptowährungen zu ermöglichen, ohne dass diese den zusätzlichen Aufwand haben, der traditionell mit Kryptowährungen verbunden ist, wie beispielsweise Key Management oder Anpassungen in der Buchhaltung.»

Der Kanton Zug bietet ein ausgezeichnetes wirtschaftliches Umfeld. «Es ist wichtig, dass das Handelsregisteramt Zug, stellvertretend für die Verwaltung des Kantons Zug, nicht nur über die digitale Entwicklung spricht, sondern diese auch aktiv angeht und mitgestaltet», erläutert Silvia Thalmann-Gut, Volkswirtschaftsdirektorin. (inacta/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.