Hypo Lenzburg verdient im Halbjahr weniger

Marianne Wildi
Marianne Wildi, CEO Hypothekarbank Lenzburg. (Foto: zvg)

Marianne Wildi, CEO Hypo Lenzburg.

Lenzburg – Die Hypothekarbank Lenzburg hat im ersten Halbjahr 2011 weniger als im Vorjahr verdient. Unter Berücksichtigung eines ausserordentlichen Ertrags von 1,3 Mio CHF in der Vorjahresperiode habe das Institut aber mit einer Abweichung von 0,1 Mio das Ergebnis des Vorjahres erzielt, teilte die Bank am Donnerstag mit.

Für das Gesamtjahr 2011 gehe das Institut von einem Ergebnis in der Grössenordnung von 2010 aus, sagte CEO Marianne Wildi zu AWP. Damit werde die Bank knapp unter Budget abschliessen. Dies gelte allerdings unter der Voraussetzung, dass sich im konjunkturellen Umfeld keine Überraschungen ergeben, sagte Wildi weiter. Derzeit mache sie aber bei den KMU in ihrer Region, die den Einfluss der Euro-Schwäche spüren, keine Probleme aus.

Q2 unter Budget
Im ersten Halbjahr 2011 nahm der Geschäftsertrag um 1,2% auf 35,1 Mio CHF zu. Dabei erhöhte sich der Erfolg des Zinsengeschäfts um 1,3% auf knapp 29,0 Mio und der Erfolg des Kommissions- und Dienstleistungsertrag um 10,4% auf 4,4 Mio. Letzteres habe sich im ersten Quartal über Budget entwickelt, weil die Anleger den erfreulichen Start der Aktienmärkte für Zukäufe nutzen, sagte die CEO. Das zweite Quartal sei dann allerdings wegen der Marktentwicklung wieder schwächer und unter Budget verlaufen.

Rückläufiger Erfolg im Handelsgeschäft
Im Handelsgeschäft nahm der Erfolg hingegen um 3,7% auf 0,9 CHF ab und der übrige ordentliche Erfolg verringerte sich um 29,7% auf 0,8 Mio CHF. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich dagegen um 3,4% auf 17,1 Mio CHF, was ausschliesslich auf höhere Personalkosten (+5,2% auf 12,3 Mio CHF) zurückzuführen sei; unter anderem stellte die Bank ein neues Geschäftsleitungsmitglied ein.

Bruttogewinn gegenüber Vorjahr praktisch unverändert

Daraus resultierte ein Bruttogewinn von 18,0 Mio CHF, was einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr von 0,8% entspricht. Die Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste konnten erneut auf Null gehalten werden. Unter dem Strich erzielte die Hypo Lenzburg einen gegenüber dem Vorjahr um 11,4% gesunkenen Reingewinn. Die Ausleihungen an Kunden konnte die Bank in den ersten sechs Monaten des Jahres um 2,2% auf 3,34 Mrd CHF steigern. Davon machten die Hypothekardarlehen 3,08 (VJ 2,99) Mrd CHF aus. Das Volumen der Kundengelder nahm um 0,1% auf 3,13 Mrd CHF zu. Die Bilanzsumme belief sich war per Ende Juni auf 4,05 Mrd CHF, verglichen mit 4,00 Mrd per Ende 2010. (awp/mc/ps)

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