IHAG-Kommentar: Börsen mit gutem 1. Quartal

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Zürich – In der letzten Woche drehte die Stimmung an den Börsen wieder und es resultierten fast überall Kursgewinne. So stieg der S&P500 um 0.8% und der Nasdaq sogar um 1.4%. Europa zog mit und der Euro Stoxx 50 beendete die Woche 1.7% höher. Angeführt von den beiden Finanzwerten Deutsche Börse (+4.6%), der Deutschen Bank (+4%) und Siemens (3.3%) stieg der Dax um 2.1% und schaffte beinahe ein neues Allzeithöchst. Unter dem Strich hatten die Aktienmärkte ein erfolgreiches 1. Quartal mit Gewinnen von 5.5% im S&P500, 7.3% für den Dax und 7.5% beim SPI. Einzig der Nikkei vermochte mit einem Minus von 1.1% nicht mitzuhalten.

Bei den Währungen kam es zu einem scharfen Einbruch beim EUR/USD. Der Euro wurde schwächer, weil sich einige EZB-Offizielle gegen Zinserhöhungen vor dem Ende des Quantitative Easing aussprachen. Darüberhinaus fiel die Inflation in der Eurozone im März schwächer als erwartet aus. Der EUR/CHF bewegte sich in diesem Umfeld seitwärts, womit der USD/CHF wieder die Parität erreichte.

Bei den Rohstoffen kam es im Rohöl zu einem Rebound um respektable 4%. In den USA erhöhten sich die viel beachteten Lagerbestände weniger als erwartet, was die Marktteilnehmer positiv interpretierten. Wir sehen mittelfristig gute Chancen für eine weitere Verteuerung im Rohöl. Die Nachfrage dürfte saisonal stärker werden und das synchrone Wachstum in sämtlichen wichtigen Volkswirtschaften hilft zusätzlich. Das Angebot wird durch die Opec eingeschränkt, die US-Gesellschaften scheinen hingegen mehr zu fördern. Gemäss provisorischen Angaben sind die Lagerbestände in Japan bereits tief.

Steigende Nachfrage nach Gold
Beim Gold ist die Nachfrage durch die Investoren wieder gestiegen. Nach dem Scheitern der Revision des Affordable Care Acts in den USA ist die Unsicherheit über den Erfolg weiterer Reformen gestiegen. Kämen auch die Steuerreform und die Infrastrukturprojekte nicht durch bräuchte es wohl weniger Zinserhöhungen wodurch Gold attraktiver wird.

Die wirtschaftlichen Aussichten stehen in den drei wichtigen Weltregionen USA, Europa und China auf grün. Erstmals seit längerer Zeit ist ein synchroner Wirtschaftsaufschwung im Gange, der nach unserem Dafürhalten anhalten dürfte. Dabei bleibt die Teuerung verhalten. Nur in den USA erreicht die Inflation langsam das von der Notenbank definierte Zielband. Damit bleiben die Voraussetzungen für eine positive Börsenentwicklung intakt.

Politische Risiken
Risiken lauern auf der politischen Seite. In Europa sind dies die Präsidentschaftswahlen in Frankreich mit dem ersten Wahlgang am 23. April. Gemäss den aktuellen Umfragen und Erkenntnissen bei Wettbüros scheint Macron am Schluss das Rennen zu machen. In den USA kommen wie erwähnt Zweifel auf, ob die Trump-Administration genügend Rückhalt findet, um die versprochene und wichtige Steuerreform durchzubringen. Hierzu muss D. Trump sicherlich die gespaltene Republikanische Partei einigen. Insgesamt betrachten die meisten Ökonomen und der Bondmarkt diese Angelegenheit pessimistischer als der Aktienmarkt. Während die Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit Mitte Dezember seitwärts laufen, handelt der S&P500 nahe den Höchstständen. Die Frage wer richtig liegt, wird sich in den nächsten Monaten auflösen. Der Aktienmarkt hat ein Enttäuschungspotential, weil Steuersenkungen zu einem gewissen Grad eingepreist sind. Es darf allerdings nicht vergessen werden, dass die US-Börse auch ohne politischen Rückenwind interessant erscheint. Die Q4-Zahlen haben überzeugt und für 2017 zeichnet sich ein Gewinnwachstum von 10% ab, nachdem im Vorjahr die Gewinne stagnierten.

Bei den Einzeltiteln gefallen uns weiterhin die Aktien von Dr Pepper Snapple (DPS). Die Bai-Akquisition mit den wenig zuckerhaltigen Getränken trifft den Geschmack der Kunden und wird DPS zu Wachstum verhelfen. Technisch nähert sich die Aktie den Höchstständen vom letzten Sommer und wir rechnen mit Kursen von über USD 100. (IHAG/mc)

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