IHAG Kommentar: Gute Quartalszahlen helfen dem Aktienmarkt

Symbolbild IHAG Privatbank

Zürich –  Die Börsen verzeichneten in der letzten Woche einen moderaten Rebound. Einen positiven Einfluss hatten über den Erwartungen liegende Unternehmensergebnisse, beispielsweise von SGS, eBay, Baker Hughes oder Google. Negative Makronachrichten rückten dabei etwas in den Hintergrund. Der S&P500 bewegte sich um 0.4% nach oben, der Nasdaq gewann 0.6% und der Dax stieg um 1.1% auf 6630 Punkte. Der SMI verteuerte sich dank einer guten Performance von Richemont (Wochengewinn: 6.4%), Holcim (+5.2%) und SGS (+5.1%) um gute 1.7%.

Auf der Währungsseite erstickt jeder Erholungsversuch des Euros im Keime. Über die Woche verlor der EUR/USD 0.6%. Entsprechend nähert sich der USD/CHF immer mehr der Parität. Momentan ist der Dollar so teuer wie letztmals im Dezember 2010. Bei den Zinsen sticht der erneute Renditeanstieg spanischer Staatsanleihen ins Auge. Mit einem Wert von 7.3% erreichen diese neue Rekordwerte. Investoren misstrauen dem Rettungspaket für die Banken und sind nicht mehr bereit die Defizite zu finanzieren.

Preise für Soja und Mais auf dem Höhenflug
Die Preise für die Soft Commodities Soja und Mais setzten ihren Höhenflug aufgrund der Dürre in wichtigen US-Anbaugebieten fort. Der Ölpreis stieg um 7.5% auf USD 107.3/bbl, weil sich das Embargo gegen den Iran im Markt zunehmend bemerkbar macht. Der Goldpreis nistet sich knapp unter USD 1‘600 pro Feinunze ein. Noch immer ist die physische Nachfrage aus dem wichtigen indischen Markt schwach.

Zuspitzung der Euro-Krise
Die Euro-Krise spitzt sich erneut zu. Dieses Mal trifft es Spanien. Erinnerungen an letztes Jahr werden wach, als das Griechenlanddebakel am Ende selbst die Zinsen für relativ solvente Staaten wie Frankreich, Österreich und Belgien in die Höhe trieb. Dieses Jahr ist das nicht mehr der Fall. Der Renditeanstieg konzentriert sich auf Spanien und allenfalls Italien. Die EZB hat besser agiert als vor einem Jahr und konnte damit bisher einen Flächenbrand verhindern. Wir denken, dass diese proaktivere Haltung der EZB positiv ist und eine derart massive Korrektur an den Börsen wie im letzten August nicht mehr eintreten sollte.

Quartalszahlen beachten
Wir würden deshalb Aktien von Unternehmen, die gute Quartalszahlen ausgewiesen haben tendenziell kaufen. Dazu gehört beispielsweise Sulzer aus der Schweiz. Die Firma hat sich durch die Übernahme von Cardo Flow in eine gute Position gebracht und profitiert von einer guten Nachfrage im Abwassersegment sowie einer Erholung im Energiemarkt. Mit einem P/E 2012 von 13.4x ist die Aktie nicht zu teuer und hat weiteres Potential für Kurssteigerungen. In den USA gefallen uns die Titel von eBay. Die Gesellschaft hat die Verkaufsplattform stark verbessert, indem beispielsweise ein neues App für das iPad entwickelt wurde. So kaufen Kunden immer mehr von einer mobilen Plattform (Tablet, Smartphone) aus. Daneben wächst PayPal immer noch mit Raten von deutlich über 20%. Neben online weitet PayPal das System immer mehr auch für offline-Zahlungen aus. Neben Home Depot haben sich im 2. Quartal 15 weitere Einzelhändler in den USA für PayPal entschieden. (IHAG/mc/hfu)

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