IHAG Kommentar: Mit frischem Mut positiv ins Jahr gestartet

Symbolbild IHAG Privatbank

Zürich – Während die meisten Börsen am Montag noch geschlossen waren, konnte der DAX in der vergangenen Woche nach einem starken Dezember nochmals eine Stufe höher steigen. Dies, nachdem die Kurse am letzten Handelstag im 2016 zurückgeglitten waren. Die übrigen Börsen folgten am Dienstag mit positivem Grundton.

Am Freitag stützte der Arbeitsmarktbericht in den USA mit Hochrevisionen früherer Monatsdaten. Der S&P 500 konnte in der ersten Handelswoche 2017 somit 1.7% zulegen, der DAX 1.0%, der Euro Stoxx 50 1.3% und der SMI gar 2.4%. Bankaktien sprangen dank Hochstufungen bei diversen Brokern über 5% in die Höhe, darunter Deutsche Bank (+6.2%) UBS (+6.6%) und Credit Suisse gar 8.8%.

Auf der Zinsseite wurde der massive Anstieg seit der Wahl von D. Trump verdaut und die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen in den USA konsolidierten bei 2.42%. In Deutschland kam es zu einem Anstieg von 10 Basispunkten auf 0.30%, nachdem die Renditen von 0.40% per Mitte Dezember bis Ende 2016 auf 0.20% korrigiert hatten. Ein ähnliches Bild in der Schweiz, wo die Rendite von -0.19% auf -0.10% anzog.

Der EUR konnte sich von einem schwachen Support bei 1.04 zum USD per Ende Jahr etwas lösen und erstarkte auf 1.05, befindet sich aber weiterhin einem Abwärtskanal. Umgekehrt konsolidierte der USD/CHF seinen bisherigen Anstieg und sank leicht auf 1.015. Der EUR/CHF wurde bei 1.07 gehalten.

Gold setzt zu einem Rebound an und kletterte über die Woche 2% auf USD 1175 pro Unze. Der Ölpreis bleibt stark und konnte das hohe Niveau bei USD 57 pro Fass Brent halten.

Globaler Konjunkturoptimismus
Nach der heftigen November- und Dezember-Hausse brauchten die US-Börsen eine Verschnaufpause. In Europa dagegen starteten die Anleger mit frischem Elan ins neue Jahr. Die Stimmung bleibt positiv dank globalem Konjunkturoptimismus, welcher durch den steigenden Einkaufsmanagerindex in China sowie den guten Trend in den USA bezüglicher neuer Stellen Unterstützung findet. Mit dem neuen Jahr werden auch frisch Underperformer des alten Jahres gekauft, in der Hoffnung auf einen Rebound.

Im Rampenlicht standen Bankwerte, wo diverse Broker die Kursziele anhoben. In den Vordergrund gehoben wurden der positive Effekt steigender Zinsen (Zinsmarge), das Ende mit Schrecken bei Bussen durch das DOJ (Deutsche Bank, Credit Suisse), die Rettung italienischer Banken sowie das charttechnische Aufholpotential gegenüber den weggezogenen US-Banken. Allerdings bleiben die Probleme, wie schwache, intransparente Bilanzen oder struktureller Ertragsdruck, werden aber in den Hintergrund gestellt. Aus fundamentaler Sicht wären wir vorsichtig mit Aufspringen auf diesen fahrenden Zug oder würden bei Tradingkäufen Stopps setzen.

Politisches Konfliktpotential global gestiegen
Generell kann die psychische Verfassung der Sorglosigkeit (rekordtiefe Volatilitätsindices) schnell drehen, denn die Visibilität hat sich nicht verbessert, sondern das politische Konfliktpotential ist global gestiegen. In der unklaren Situation zwischen Hoffen und Bangen sollte man ein gemischtes Depot halten. Partners Group hat im langen Uptrend seit 4 Monaten konsolidiert. Die Bewertung ist hoch, entspricht aber dem weiteren Gewinnsteigerungspotential. Die Volatilität in dieser Aktie dürfte sich erhöhen, da sich Shortpositionen aufgebaut haben. Am 12. Januar wird die neueste Entwicklung der Assets gemeldet, welche wir unverändert positiv erwarten. Ein schwaches Quartal kann nie ausgeschlossen werden, aber bei unverändert positivem Inflow kann man die Position erhöhen. Der Ertrag klettert parallel zu den Assets, mit Hebel aus den Performance Fees. Trendfolger können bei der Deutsche Post mitmachen, mit einem Stopp bei EUR 31. Die Bewertung ist bei einem P/E von 14.3x noch nicht ausgereizt. (IHAG/mc)

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