IHAG Kommentar: Nimmt die Korrektur Fahrt auf?

Symbolbild IHAG Privatbank

Zürich – Am Mittwoch gab es auf breiter Front Abgaben und nach dem 6. März war dies der zweitschlechteste Tag an den Börsen im 2012. Als Gründe wurden der Bericht des FOMC-Meetings (keine neuen Stimuli) sowie anziehende Bondrenditen in Spanien genannt.

Der S&P 500 gab in der verkürzten Osterwoche zwar nur 0.7% nach, der Euro Stoxx 50 allerdings bereits 3.4% und der SMI 1.2%. Gestern sanken die geöffneten Börsen in den USA rund 1%. Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen sprangen in den USA nach der Publikation des FOMC Meetings kurz an, um dann wieder auf 2.04% zu sinken. Auch in Schweiz waren die Renditen am langen Ende auf dem Rückzug. Allerdings flackerte die Eurokrise wieder auf und die Zinsen in der europäischen Peripherie zogen an.

Sorgen in Europa bringen Bewegung in den USD
Mit den aufkeimenden Sorgen in Europa kam Bewegung in den USD. Er erstarkte gegenüber dem CHF 2% auf 0.92 und der EUR gab auf 1.31 nach. Der EUR/CHF bleibt bei 1.2025 einzementiert, wobei am Donnerstag kurz eine Attacke auf 1.20 geritten wurde. Wir gehen davon aus, dass die Grenze halten wird. Die Edelmetalle gaben wegen gemischten Signalen aus China etwas nach. Gold verlor 2.5% auf USD 1625 die Unze. Hier liegt ein Support, welcher halten sollte. Gestern stieg der Goldpreis jedenfalls wieder an. Öl sank an die untere Bandbreite des Seitwärtskanales von USD 127 bis USD 122 pro Barrel Brent. Vom Iran her gab es keine News und Indikationen deuteten auf eine schwache Wirtschaft in Europa und somit eine verhaltene Nachfrage nach Öl hin.

Börsen sind bezüglich P/E wohl fair aber nicht teuer bewertet
Obwohl die Aktienmärkte am Mittwoch einen Schwächeanfall erlitten, war die Korrektur in den USA mit -1% im S&P500 sehr moderat. Dies war neben den -1.5% vom 6. März lediglich der zweite Tag mit einem Verlust von über 1% in diesem Jahr. In Europa reagierten die Kurse nervöser. So verlor der DAX 2.8% und der Euro Stoxx 50 2.5%. Wie schon mehrmals von uns erwähnt wird die Luft nach diesen Avancen der letzten 6 Monate dünn und eine Korrektur zeichnet sich ab. Der Euro Stoxx 50 hat allerdings bereits 9% vom Höchst Mitte März korrigiert, der DAX 7% und der SMI 3%. Nur die USA bleiben noch hartnäckig oben, wo der S&P500 nicht einmal 3% korrigiert hat. So richtig Fahrt aufgenommen, begleitet von hohen Volumen, hat die Korrektur noch nicht. Vor den Ostertagen sind die Handelsbücher wohl auch reduziert worden. Gestern Ostermontag gaben die Kurse nach den schwachen Arbeitsmarktdaten in den USA 1% nach. Bleibt abzuwarten, ob am Dienstag wieder Zukäufe auf tieferem Niveau stattfinden. Die Frage ist nun ob die USA auch noch 5% korrigieren und die Europäischen Börsen weiter nachgeben. Die Börsen sind bezüglich P/E wohl fair aber nicht teuer bewertet. Die Dividendenrenditen sind im Vergleich zu Bondrenditen attraktiv. Die Publikationen zur den Erstquartalszahlen werden heute mit Alcoa in den USA eröffnet. Wir würden abwarten, in welche Richtung der Markt die Ausblicke der Manager interpretiert. In diesem unsicheren Umfeld gefällt uns Syngenta, welche als eine der wenigen Aktien noch einen klaren Aufwärtstrend vorweisen kann. Zudem ist das Umfeld mit guten Agrarpreisen freundlich, was auch die Quartalszahlen von Monsanto zeigten. (IHAG/mc/hfu)

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