IHAG Kommentar: Zuwarten, Börsen korrigieren weiter

IHAG Kommentar: Zuwarten, Börsen korrigieren weiter

Zürich – Die Aktienmärkte haben in der letzten Woche die Korrektur mit unvermindertem Tempo fortgesetzt. Der S&P500 verlor 2.1%, der DAX 2.5% und der Nikkei 1.6%. Einmal mehr büsste der Schweizer Markt (Wochenverlust SMI: 3.5%) überdurchschnittlich an Wert ein, was auf die erneute Stärke des CHF zurückzuführen ist.

Der EUR/CHF verlor innert Wochenfrist 3.5% und beendete die Woche bei 1.15. Die Schulden- und Defizitprobleme vieler Staaten inkl. den USA treiben immer mehr Anleger in den Schweizer Franken. Entsprechend kann auch der Goldpreis weiter zulegen (+3.1%). Damit hat das Gold den Ausbruch bei USD 1‘550 pro Unze geschafft und weitere Kursgewinne sind absehbar. Die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen bildeten sich im Wochenverlauf zurück. Der leichte Zinsanstieg von Ende Juni ist damit bereits wieder korrigiert. Die unter den Erwartungen ausgefallenen Wirtschaftszahlen aus den USA und die Sorgen um eine Wachstumsabschwächung liessen die US-Renditen von 3.02% auf 2.91% sinken. Die Schweizer Zinsen fielen sogar von 1.69% auf 1.49%.

Makroängste überlagern die Resultate der Earnings Season
Die „Earnings Season“ ist in den USA nicht schlecht angelaufen. Allen voran die Quartalszahlen von JP Morgan und Google vermochten zu überzeugen. Allerdings halfen diese dem Gesamtmarkt wenig, weil die Makroängste überwiegen. Der Stresstest für europäische Banken bestanden acht Institute nicht. Allerdings waren die Vorgaben dieses Stresstests zu wenig streng und dürften nicht dazu führen, dass die Marktteilnehmer das Vertrauen in die Banken zurückgewinnen.

Weiterhin Vorsicht geboten
In dieser Woche geht die „Earnings Season“ weiter. In den USA publizieren viele wichtige Gesellschaften die Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Dazu gehören Halliburton (Montag), Apple (Dienstag), Qualcomm (Mittwoch), Microsoft (Donnerstag) und McDonald’s (Freitag). Daneben rapportieren wichtige Schweizer Firmen, wie beispielsweise Sulzer und ABB am Donnerstag. Wir halten an unserer vorsichtigen Haltung fest und würden – wenn überhaupt – erst nach Bekanntgabe der Zahlen einer betreffenden Firma investieren. Das Risiko von Enttäuschungen ist unseres Erachtens zu gross. Es empfiehlt sich Cash-Reserven zu halten und auf bessere Einstiegsgelegenheiten zu warten. (IHAG/mc/hfu)

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