ING zahlt weitere Staatshilfen zurück

Jan Hommen

ING-CEO Jan Hommen.

Amsterdam – Der niederländische Finanzkonzern ING zahlt weitere Staatshilfen zurück. Bis zum 13. Mai sollen Einlagen von zwei Milliarden Euro zurückgegeben werden, wie das Institut am Montag in Amsterdam mitteilte. Damit wäre ING 70 Prozent der Hilfen wieder los geworden.

Der Staat hatte das Unternehmen während der Krise mit 10 Milliarden Euro unter die Arme gegriffen. Die erste Hälfte hatte ING bereit Ende 2009 zurückgezahlt. Die noch verbleibenden 3 Milliarden Euro Staatshilfe sollen bis Mai 2012 zurückgegeben werden.

Einstige Nothilfe nun gutes Geschäft
Für den niederländischen Staat erweist sich die einstige Nothilfe als gutes Geschäft. Inklusive aller Zinsen und Kosten zahlt ING für die nun zu zahlenden Gelder nach eigenen Angaben 3 Milliarden Euro. Bereits für die erste Hälfte hatte die Bank einen Zuschlag von 600 Millionen Euro überwiesen. Grundlage für die Rückzahlung ist laut Konzern das zuletzt wieder deutlich besser laufende Geschäft. Die Kernkapitalquote habe Ende 2010 bei 9,6 Prozent gelegen, auch nach der Überweisung an die niederländische Zentralbank werde sie über 8,5 Prozent bleiben. (awp/mc/ps)

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