Londoner LSE auch an Nasdaq interessiert

Xavier Rolet

LSE-CEO Xavier Rolet.

London – Die Londoner Börse LSE will laut einem Pressebericht mit der Übernahme der US-Technologiebörse Nasdaq ein Gegengewicht zur Deutschen Börse/NYSE schaffen. Die LSE habe die Nasdaq als ihr Ziel Nummer eins in den Vereinigten Staaten auserkoren, berichtete die „Sunday Times“ ohne Nennung von Quellen.

Zuvor müsse aber die Übernahme des kanadischen Börsenbetreibers TMX abgeschlossen sein. Derzeit gebe es noch keine Gespräche zwischen der LSE und Nasdaq , hiess es in dem Bericht. Die Londoner Börse hatte erst am 9. Februar mitgeteilt, die Börse in Toronto für 3,1 Milliarden Pfund übernehmen zu wollen. Kurz danach gaben die Deutsche Börse und die NYSE ihre Fusionspläne bekannt. Das Fusionskarussell unter den weltweiten Börsenbetreibern ist damit noch mehr in Schwung gekommen als ohnehin schon in den Jahren zuvor.

Börsen weltweit unter Konsolidierungsdruck
Die Unternehmen stehen wegen der starken Konkurrenz und neuen Technologien unter Druck und wollen die Kosten auch mit Übernahmen senken. So versucht derzeit unter anderem auch die Börse in Singapur diejenige in Australien zu kaufen. Zudem verhandelt die brasilianische Börse mit ihrem Konkurrenten aus Schanghai über eine Zusammenarbeit oder auch einen Zusammenschluss. (awp/mc/ps)

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