Irland wieder in der Rezession

Enda Kenny

Irlands Premierminister Enda Kenny.

Dublin – Euro-Sorgenkind Irland befindet sich nach einer Phase der Hoffnung wieder in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt ging nach Angaben der irischen Statistikbehörde CSO vom Donnerstag im dritten Quartal 2011 um 1,1 Prozent und im vierten Quartal nochmals um 0,2 Prozent nach unten. Von einer Rezession sprechen Ökonomen bereits dann, wenn die Wirtschaftsleistung eines Landes in zwei Quartalen in Folge sinkt.

Für das gesamte Jahr 2011 stand in Irland jedoch – getrieben von guten Exportgeschäften vor allem in der ersten Jahreshälfte – erstmals seit drei Jahren wieder ein Wachstum zu Buche. Das Bruttoinlandsprodukt nahm um 0,7 Prozent auf 161,03 Milliarden Euro leicht zu. Die irische Zentralbank hat für 2012 ein Wachstum von 0,5 Prozent prognostiziert. Irland hängt seit 2010 am Tropf von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). Aus dem europäischen Rettungsfonds erhielt das Land 67,5 Milliarden Euro an Kreditzusagen. Im Jahr 2013 muss sich Irland wieder am freien Markt selbst mit Geld versorgen. (awp/mc/ps)

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