Italien refinanziert sich erneut zu geringeren Zinsen

Mario Monti

Mario Monti, italienischer Ministerpräsident sowie Wirtschafts- und Finanzminister ad interim.

Frankfurt am Main – Das hochverschuldete Euro-Land Italien hat sich am Donnerstag abermals zu geringeren Zinsen refinanzieren können. Bei einer Auktion von Nullkupon-Anleihen mit Laufzeit bis 2014 sank die zu zahlende Rendite von 4,83 Prozent bei einer vergleichbaren Auktion Ende Dezember auf 3,76 Prozent. Nullkupon-Anleihen sind Staatspapiere, deren Verzinsung sich ausschliesslich aus der Differenz zwischen An- und Verkaufspreis ergibt.

Die Anleihe spülte dem italienischen Staat 4,5 Milliarden Euro in die Kasse. Damit wurde die maximal angestrebte Kapitalaufnahme erreicht. Allerdings ging die Nachfrage im Vergleich zur Dezember-Auktion leicht zurück. Aktuell lag die Nachfrage 1,71-mal so hoch wie das Angebot, nach einer Überzeichnung von 2,24 im Dezember.

Nachfrage nach «inflationsindexierten» Papieren 2,79-fach überzeichnet

Darüber hinaus nahm Italien 500 Millionen Euro mit einem sogenannten «inflationsindexierten» Papier auf. Diese Anleihen sind an einen Preisindex gekoppelt und schützen damit gegen die allgemeine Teuerung. Auch hier wurde die maximal angestrebte Kapitalaufnahme erreicht. Die Nachfrage war 2,79-mal so hoch wie das Angebot. Die Rendite des Papiers, das ebenfalls bis 2014 läuft, lag bei 3,2 Prozent. Der Kupon beträgt 2,15 Prozent. (awp/mc/ps)

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