Renditen in Italien und Spanien steigen

Mario Monti

Mario Monti, italienischer Ministerpräsident sowie Wirtschafts- und Finanzminister ad interim.

Rom – In Italien und Spanien hat sich die Lage am Anleihemarkt zu Wochenbeginn trotz einer erfolgreichen Auktion in Italien eingetrübt. Händler nannten zum einen die anhaltend hohe Unsicherheit an den Märkten als Grund. Zudem verwiesen sie auf eine Erklärung der Ratingagentur Moody’s. Die US-Agentur hatte sich am Montagmorgen mit den Beschlüssen des wichtigen EU-Gipfels von Ende vergangener Woche unzufrieden gezeigt und kurzfristige Massnahmen angemahnt.

Auch eine erfolgreiche Auktion italienischer Geldmarktpapiere konnte die Stimmung nicht aufhellen. Die drittgrösste Volkswirtschaft des Euroraums besorgte sich zu Wochenbeginn sieben Milliarden Euro für ein Jahr. Die Rendite ging im Vergleich zu einer Auktion im November zurück, die Nachfrage war robust. Dennoch stellte sich am italienischen Sekundärmarkt, wo bestehende Anleihen gehandelt werden, keine Entspannung ein.

Zenhjahres-Anleihen wieder deutlich über 6 Prozent
Die Rendite der richtungsweisenden Zehnjahres-Anleihe Italiens stieg bis zum Mittag um rund 0,4 Punkte auf 6,75 Prozent. Damit liegt sie zwar deutlich unter dem Rekordniveau seit Euro-Einführung von gut 7,2 Prozent Ende November, allerdings auch deutlich höher als zuletzt. Nach dem Rücktritt von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi hatte sich die Lage sichtlich entspannt – die Rendite war deutlich unter sechs Prozent gesunken.

Auch Spanien zahlt höhere Zinsen
Ähnlich stark wie in Italien stieg die Rendite der zehnjährigen Anleihe Spaniens. Bis zum Mittag kletterte sie um rund 0,3 Punkte auf knapp sechs Prozent. In den kürzeren Laufzeiten von zwei und fünf Jahren legten die Renditen in Italien und Spanien ebenfalls deutlich zu.  (awp/mc/upd/ps)

Banca d’Italia

EZB

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