IWF: «Griechenland-Debatte muss aufhören»

Christine Lagarde
IWF-Direktorin Christine Lagarde.

IWF-Direktorin Christine Lagarde.

Washington – Der Internationale Währungsfonds (IWF) verliert angesichts des andauernden Gerangels der Europäer um die Beteiligung von Banken an der Rettung des pleitebedrohten Griechenlands die Geduld. Mit deutlichen Worten forderte der IWF am Mittwoch die EU auf, die Streitigkeiten zu beenden.

Eine umfassende Beteiligung des privaten Sektors sei angebracht, so der IWF. Die darüber in der Öffentlichkeit geführte Debatte entwickele sich aber «zu einem ernsten Problem für die Glaubwürdigkeit des Hilfsprogramms», stellte der IWF in einem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Bericht fest. Griechenland hängt seit 2010 am Finanztropf der EU und des IWF. Aus dem ersten 110-Milliarden-Programm sind inzwischen 65 Milliarden Euro freigegeben; für seinen Anteil an der Mitte Juli fälligen fünften Tranche gab der IWF am Mittwoch grünes Licht. Inzwischen wird ein zweites Hilfsprogramm im Volumen von bis 120 Milliarden Euro diskutiert. (awp/mc/ps)

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