JPMorgan könnte in Südeuropa 5 Mrd Dollar verlieren

Jamie Dimon
JPMorgan-CEO Jamie Dimon.

JPMorgan-CEO Jamie Dimon.

Berlin – Die US-Bank JPMorgan Chase könnte wegen ihres Engagements in den Krisen-Ländern Europas Milliarden verlieren. «Wir sprechen hier von einer Summe von etwa fünf Milliarden Dollar, also knapp 30 Prozent, wenn es richtig schlecht läuft», sagte CEO James Dimon der «Welt am Sonntag».

Insgesamt habe das Institut ein 16 Milliarden Dollar schweres Südeuropa-Portfolio. Er halte das Risiko aber für überschaubar, sagte Dimon. «Ein solcher Verlust würde uns schmerzen, aber nicht umbringen.» JPMorgan Chase werde sich nicht aus der Region zurückziehen. Dies sei nicht der Weg, langfristig Geschäfte zu machen, betonte der Bankchef. «Wir sind seit über 100 Jahren in Europa, und wir werden auf Dauer hier bleiben.» Sein Institut habe das Engagement trotz der Krise bislang nicht reduziert. «Wir haben in den Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien nicht reduziert. Auch in den anderen Ländern gab es nur kleine Verschiebungen.» (awp/mc/ps)

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