Julius Bär stellt 350 Mio Dollar für Vergleich mit US-Justiz zurück

US-Justiz

Zürich – Julius Bär hat eine vorläufige Rückstellung von 350 Mio Dollar für den ausstehenden Vergleich mit dem US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) betreffend dem ehemaligen, grenzüberschreitenden US-Geschäft gebildet. 

Der Entscheid, zum jetzigen Zeitpunkt eine vorläufige Rückstellung zu bilden, basiere auf jüngsten Diskussionen mit dem DOJ, schreibt die Bank in einer Mitteilung. Diese Vergleichsverhandlungen seien nun so weit gediehen, dass Julius Bär eine vorläufige Einschätzung eines „wahrscheinlichen und ungefähren Betrags“ vornehmen könne, der für den Abschluss eines Vergleichs mit dem DOJ erforderlich sei.

Der Betrag der Rückstellung widerspiegele Julius Bärs gegenwärtiges Verständnis und den derzeitigen Stand der Vorbesprechungen mit dem DOJ betreffend den angestrebten Vergleich und könne sich noch ändern. Obwohl kein fester Zeitplan für einen abschliessenden Vergleich bestehe, werde Julius Bär weiter darauf hinarbeiten, diese „bedauerliche Altlast“ möglichst bald zu bereinigen.

Die vorläufige Rückstellung von 350 Mio Dollar wird dem Halbjahresresultat 2015 belastet. Wäre die Rückstellung Ende April 2015 gebildet worden, hätten die BIZ Gesamtkapitalquote der Gruppe 20.9% und die BIZ Kernkapitalquote (Tier 1) 19.6% betragen. (Julius Bär/mc/pg)

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