Kurskapriolen am europäischen Anleihenmarkt

Euro-Schuldenkrise

Frankfurt am Main – Die Flucht der Investoren in sichere Anlagen vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise hat für Kurskapriolen am europäischen Anleihenmarkt gesorgt. Unmittelbar vor dem Jahresende sorgten Versteigerungen dänischer Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten teilweise sogar für eine negative Rendite.

Das heisst, dass der dänische Staat für frisches Kapital unter dem Strich nichts zahlen muss, er erhält sogar eine Prämie dafür. Selbst im freien Handel am sogenannten Sekundärmarkt lag die Rendite von zweijährigen dänischen Anleihen am Freitag praktisch bei Null. Damit liegt das Zinsniveau Dänemarks sogar noch tiefer als im ebenfalls besonders sicher geltenden Deutschland. Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren rentieren derzeit mit rund 0,15 Prozent.

Lage bei Schuldensündern weiterhin kritisch
Weiterhin kritisch zeigt sich die Lage bei Staatsanleihen hochverschuldeter Staaten der Eurozone. Vor allem die Papiere aus Italien stehen derzeit unter scharfer Beobachtung der Märkte. Die Rendite der zweijährigen Anleihen stand zuletzt bei 4,7 Prozent. (awp/mc/ps)

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