IWF-Direktorin Lagarde ruft EZB zur Lockerung der Geldpolitik auf

Christine Lagarde

Christine Lagarde, IWF-Direktorin. (Foto: OIMF Staff  Photograph / Stephen Jaffe)

Washington – Aus Sorge vor Risiken der niedrigen Inflation in grossen Volkswirtschaften hat IWF-Chefin Christine Lagarde die Europäische Zentralbank (EZB) zur weiteren Lockerung der Geldpolitik aufgerufen. „Eine potenziell längere Phase mit geringer Inflation kann die Nachfrage und das Angebot unterdrücken – und Wachstum sowie Arbeitsplätze verhindern“, sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Mittwoch in Washington.

Um das Ziel der Preisstabilität in der Eurozone zu erreichen, sei eine lockerere Geldpolitik nötig – auch durch ungewöhnliche Massnahmen. Das gelte auch für Japan, wo die expansive Politik erhalten werden solle.

Globale Kooperation gefordert
Im Ringen um die Erholung der Weltwirtschaft forderte die Chefin des Internationalen Währungsfonds ausserdem mehr globale Kooperation. Zentralbanken und Finanzregulierer müssten besser zusammenarbeiten und nationale Reformen aufeinander abgestimmen, so Lagarde. „Falls die Länder nicht zusammen die richtigen Massnahmen ergreifen, könnten uns Jahre mit langsamen und ungenügendem Wachstum bevorstehen.“ Insgesamt erhole sich die Weltwirtschaft zwar, aber mehr gemeinsame „mutige Handlungen“ könne das Wachstum innerhalb von fünf Jahren um zwei Prozentpunkte anheben. (awp/mc/pg)

International Monetary Fund

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