Leonteq macht im ersten Halbjahr 25 Prozent weniger Gewinn

Leonteq macht im ersten Halbjahr 25 Prozent weniger Gewinn
Leonteq-CEO Lukas Ruflin. (Foto: Leonteq)

Zürich – Das Finanzunternehmen Leonteq hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn gemacht. Bei den 2018 lancierten strategischen Initiativen sieht sich die Gesellschaft indes auf gutem Weg.

Der Betriebsertrag sank in den ersten sechs Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 124,6 Millionen Franken. Unter dem Strich verblieb ein um ein Viertel tieferer Konzerngewinn von 30,2 Millionen Franken nach 40,1 Millionen im Vorjahr.

Trotz verhaltenem Jahresauftakt und schwierigem Marktumfeld habe man ein solides Ergebnis erzielt, teilte der Anbieter von strukturierten Produkten am Donnerstag mit. Insbesondere der Januar sei durch hohe Markt-, Wirtschafts- und politische Unsicherheit und tiefere Kundenaktivität gekennzeichnet gewesen.

Im Detail sank der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft im ersten Halbjahr 2019 um 17 Prozent auf 120,9 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg auf 7,5 Millionen Franken gegenüber einem Minus 3,7 Millionen in der Vorjahresperiode. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft erreichte noch 1,4 Millionen Franken nach 1,6 Millionen.

Fortschritte bei Transformation
Der Geschäftsaufwand sank derweil um 2 Prozent auf 94,1 Millionen Franken, wobei der Personalaufwand mit 58,8 Millionen den grössten Teil ausmachte.

Mit den Ergebnissen lag Leonteq zwischen den Schätzungen von zwei Analysten, kam dabei beim Gewinn der optimistischeren Schätzung recht nahe. Die ZKB und Research Partners hatten im Vorfeld nämlich mit einem Ertrag von 129,5 Millionen beziehungsweise 119,0 Millionen gerechnet und mit einem Reingewinn von 32,5 Millionen respektive 22,4 Millionen.

Leonteq habe zudem gute Fortschritte bei wichtigen strategischen Initiativen erzielt, „welche die Art, wie wir unser Geschäft betreiben, verändern werden“, liess sich CEO Lukas Ruflin zitieren. Die Mitte 2018 definierten „Schlüsselinitiativen“ sollen die Skalierbarkeit verbessern und das Wachstum steigern. Ausserdem soll das Kapital „optimal“ genutzt werden.

Personalaufbau
Bei „kontrollierter Kostenbasis“ wurde im ersten Halbjahr zudem weiterhin in Mitarbeiter investiert, fügte Finanzchef Marco Amato hinzu. Auch die Kapitalposition sei gestärkt und die im ersten Halbjahr erreichten „Investment-Grade“-Ratings genutzt worden. So sei eine weitere Basis geschaffen worden, um die Finanzziele 2020 zu erreichen.

Das Unternehmen unter Ruflin, der seit Mai 2018 das Zepter in den Händen hält, will den Betriebsertrag bis 2020 auf rund 300 Millionen Franken steigern. Gleichzeitig soll das disziplinierte Kostenmanagement fortgesetzt und so ein Kosten/Ertrags-Verhältnis von „weniger als 70 Prozent“ erreicht werden.

Zudem habe Leonteq in der ersten Jahreshälfte 2019 Gespräche mit potentiellen neuen Emissionspartnern weiter vorangetrieben, hiess es. (awp/mc/ps)

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