Leonteq mit besserem zweiten Halbjahr – Dividende wird deutlich angehoben

Leonteq mit besserem zweiten Halbjahr – Dividende wird deutlich angehoben
Leonteq-CEO Lukas Ruflin. (Foto: Leonteq)

Zürich – Das Finanzunternehmen Leonteq hat im Geschäftsjahr 2020 die Einbussen aus dem ersten Halbjahr im zweiten Semester nur teilweise wettmachen können. Durch höhere Betriebs- und Personalkosten resultierte im Gesamtjahr ein deutlich tieferer Gewinn. Dennoch will das Unternehmen mehr Dividende ausschütten und stellt auch für die Zukunft eine hohe Quote in Aussicht.

Nachdem das Geschäft im ersten Halbjahr erheblich unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie gelitten hat, sah das zweite Semester eine deutliche Steigerung. Die Profitabilität habe sich verbessert und im vierten Quartal seien rekordhohe Erträge erreicht worden, wie Leonteq am Donnerstag mitteilte.

Im Gesamtjahr musste die Gesellschaft jedoch einen Rückgang des Betriebsertrags um 8,5 Prozent auf 234,5 Millionen Franken hinnehmen. Unter dem Strich verblieb ein um 36 Prozent tieferer Konzerngewinn von 39,9 Millionen Franken.

An die Aktionäre soll eine Dividende von 0,75 Franken bezahlt werden, das ist sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr. 2021 soll dann eine Ausschüttung über dem jetzigen Betrag erfolgen und in der Zukunft soll mehr als die Hälfte des Nettogewinns an die Aktionäre gehen.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg 2020 um 26 Prozent auf 334,6 Millionen Franken. Der Verlust aus dem Handelsgeschäft belief sich hingegen auf 98,4 Millionen, nach einem Fehlbetrag von 3,2 Millionen im Vorjahr.

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich derweil um 4 Prozent auf 197,9 Millionen Franken.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien wichtige strategische Ziele erreicht worden, schreibt das Unternehmen. Dazu zählt Leonteq die Smart Hedging Plattform oder die Lösung für strukturierte Produkte „LynQs“. In Europa und dem Nahen Osten seien neue Standorte eröffnet worden.

Mit den Ergebnissen lag Leonteq aber mehrheitlich über den Erwartungen der Analysten. Im Schnitt (AWP-Konsens) hatte diese mit einem Betriebsertrag von 230,0 Millionen und einem Reingewinn von 31,1 Millionen gerechnet.

Starker Start ins 2021
Das Management spricht von einem starken Start in das laufende Jahr. Geplant sind weitere Investitionen in die Schlüsselinitiativen. Der Betriebsaufwand soll 2021 entsprechend auf rund 210 Millionen Franken steigen.

In der Geschäftsleitung kommt es zu einem Rücktritt. Jochen Kühn tritt als Leiter Insurance & Wealth Planning Solutions (IWPS) zurück. CEO Lukas Ruflin übernimmt seine Aufgaben per sofort, wie es heisst. (awp/mc/ps)

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