LGT 2011: Sondereffekte belasten Gewinn

Prinz Max von und zu Liechtenstein
Prinz Max von und zu Liechtenstein, CEO LGT Gruppe.

Prinz Max von und zu Liechtenstein, CEO der LGT Gruppe.

Vaduz – Die liechtensteinische Bankengruppe LGT hat 2011 aufgrund eimaliger Abschreibungen deutlich weniger als im Vorjahr verdient. Das Institut erfreute sich indes eines starken Zuflusses neuer Kundengelder. Für das laufende Jahr, das für die LGT laut Medienmitteilung vom Dienstag «sehr gut» begonnen hat, zeigt sich die Bank zuversichtlich.

Der Geschäftsverlauf 2011 der LGT war wie bei alle Banken 2011 durch die unsicheren Markt- und Wirtschaftsentwicklung sowie der Schuldenkrise und der turbulenten Währungssituation geprägt. In diesem Umfeld verzeichnete die Bank-Gruppe eine Abnahme des Kommissions- und Dienstleistungserfolgs um 5% auf 488 Mio CHF. Der Erfolg des Handelsgeschäfts verringerte sich gar um 58% auf 114 Mio. Dagegen erhöhte sich der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 12% auf 107 Mio.

Deutlich tieferer Geschäftsaufwand
Somit nahm der Bruttoerfolg um knapp 20% auf 709 Mio CHF ab. Dem stand ein um 17% auf 566 Mio gesunkener Geschäftsaufwand gegenüber. Dabei verringerte sich der Personalaufwand um 11% und der Sachaufwand um 29%. Die Cost-Income-Ratio (ohne Abschreibungen) betrug 75% (VJ 70%). Aufgrund von einmaligen Abschreibungen in Höhe von 50 Mio CHF im Zusammenhang mit dem Verkauf der LGT Bank Deutschland sank der Konzerngewinn um 52% auf 70 Mio.

8,6 Mrd Franken neue Kundengelder
Die Gruppe verzeichnete einen Zustrom neuer Kundengelder in der Höhe von netto 8,6 (3,1) Mrd CHF. Alle Geschäftsfelder und Buchungszentren der LGT, inklusive Liechtenstein, hätten dazu beigetragen, heisst es weiter.

Anstieg der verwalteten Vermögen
Die verwalteten Vermögen lagen per 31. Dezember 2011 bei 86,9 Mrd CHF, gegenüber 86,1 Mrd per Ende 2010. Unter Ausschluss der 3,0 Mrd, die Ende 2010 von der im Jahresverlauf verkauften LGT Bank Deutschland betreut wurden, resultierte für die LGT Group trotz negativen Markteinflüssen ein Anstieg der verwalteten Vermögen um 4,6%.

Die Bilanzsumme betrug Ende Jahr 26,3 Mrd nach 24,4 Mrd CHF Ende 2010. Die Tier-1-Ratio sank auf 17,5% nach 19,3%

Guter Start ins neue Jahr
Die LGT habe das Jahr 2012 sehr gut begonnen, schreibt das Institut weiter. Für den weiteren Jahresverlauf sei es trotz der weiterhin unsicheren Entwicklung des Markt- und wirtschaftlichen Umfelds zuversichtlich. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.