Lombard Odier: Drei Gründe, sich in turbulenten Zeiten mit Wandelanleihen zu beschäftigen

Nathalia Barazal
von Nathalia Barazal, Head of Convertible Bonds bei Lombard Odier Investment Managers. (Foto: Lombard Odier)

Genf – «Es gibt drei Gründe, warum Anleger gerade in unruhigen Zeiten häufig den Reiz von Wandelanleihen entdecken», sagt Nathalia Barazal, Head of Convertible Bonds bei Lombard Odier Investment Managers.

«Erstens können sie sinkende Aktienkurse abfedern: Der Anleihecharakter bildet in fallenden Märkten einen Kursboden – was sich sowohl in früheren Ausverkäufen als auch während der Korrektur der vergangenen Tage gezeigt hat. Zweitens können Wandelanleihen das Durationsrisiko begrenzen: Dank der positiven Korrelation zwischen den Optionen und den Basiszinssätzen reagieren sie weniger stark auf Zinsänderungen als die meisten Unternehmensanleihen. Historische Daten belegen die gute Wertentwicklung von Wandelanleihen in Zeiten steigender Zinsen. Drittens profitieren sie von zunehmender Volatilität: Die Normalisierung der Aktienvolatilität nach einer Phase extrem niedriger Schwankungsbreiten sollte Wandelanleihen zugutekommen.

In Marktphasen, in denen der Kapitalerhalt im Vordergrund steht, dürften sich Wandelanleihen solider Schuldner und einer stabilen Anleihekomponente gut entwickeln. Engagements in Hochzinsanleihen bergen hingegen Risiken. Wir verfolgen weiterhin einen vorsichtigen Ansatz und überwachen das Durationsrisiko, insbesondere für den US-Anteil unseres Portfolios.

Marktbedingungen
Nach der starken Rallye zu Beginn des Jahres sind die Finanzmärkte im Korrekturmodus, weil marktbestimmende Faktoren wie Inflation und Zinsen nach einem Jahrzehnt der Lethargie begonnen haben, sich zu normalisieren. Die Dimension des Ausverkaufs ist in erster Linie technisch bedingt. Vor allem die Auflösung von gehebelten Short-Volatilitätsstrategien hat dazu beigetragen.

Wie geht es weiter?
Die Märkte werden wahrscheinlich einige Zeit brauchen, um sich an eine Welt mit höheren Kapitalkosten anzupassen. Wie die laufende Ertragssaison zeigt, sind die globalen Fundamentaldaten aber robuster als erwartet. Das unterstützt nach wie vor die Dynamik der Aktienmärkte. Dennoch sollten wir mit höheren Schwankungsbreiten rechnen, die sich dem langfristigen Durchschnitt anpassen – im Unterschied zum vergangenen Jahr, als die Märkte bei niedriger Volatilität kontinuierlich gestiegen sind.» (Lombard Odier/mc)

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