Lombard Odier mit Gewinnsprung dank Liegenschaftsverkäufen

Patrick Odier
Patrick Odier, Geschäftsführender Teilhaber Lombard Odier. (Foto: Lombard Odier)

Genf – Die Bankengruppe Lombard Odier hat das Geschäftsjahr 2018 wegen Sondereffekten mit einem deutlichen Gewinnsprung abgeschlossen. Der Börsensturm vom Dezember hat allerdings Spuren bei den verwalteten Vermögen hinterlassen.

Während die operativen Einnahmen vom Lombard Odier um 6 Prozent auf 1,18 Milliarden Franken stiegen, schoss der Reingewinn um 90 Prozent auf 272 Millionen nach oben. Grund für den Gewinnsprung sind einmalige Effekte, wie das Genfer Traditionshaus am Montag in einem Communiqué bekannt gab.

Der Verkauf von fünf Immobilien in Genf und der Vermögensverwaltung in Amsterdam hatte 107 Millionen Franken in die Kasse gespült, zudem wurde das Vermögensverwaltungsgeschäft in den Niederlanden veräussert. Um diese Effekte bereinigt stieg der Reingewinn um 13 Prozent auf 165 Millionen.

Die Cost-Income-Ratio der Bank hat sich um einen Prozentpunkt auf 81 Prozent verbessert. Das heisst, das Institut gibt für jeden eingenommenen Franken 81 Rappen aus.

Zufluss von 4 Milliarden Franken
Die Turbulenzen an den Finanzmärkten zum Jahresende hinterliessen ihre Spuren bei den von Lombard Odier verwalteten Vermögen, die zum Jahresende um 5 Prozent auf 259 Milliarden Franken sanken. Die schwachen Märkte alleine schmälerten die Vermögen um 19 Milliarden Franken. Ein „ziemlich grosser Teil“ davon fiel in den Dezember, so das Institut.

„Die Volatilität der Finanzmärkte nahm 2018 zu, was sich insbesondere im Dezember negativ auswirkte. Trotz dieses schwierigen Umfelds haben sich unsere Ergebnisse im Jahr 2018 verbessert, was insbesondere auf die positiven Auswirkungen von Neukunden zurückzuführen ist, die sich für Lombard Odier entschieden haben“, wird der geschäftsführende Gesellschafter Patrick Odier in der Medienmitteilung zitiert.

Der Netto-Neugeldzufluss lag 2018 bei 4 Milliarden Franken. Im Jahr zuvor hatten Kunden der Bank mit 16 Milliarden neuen Geldern deutlich mehr anvertraut. Der Anstieg entsprach jedoch den Wachstumszielen von 3 bis 5 Prozent.

Optimistisch und vorsichtig
Lombard Odier hat seine Kapitalisierung im vergangenen Jahr mit einer harten Eigenkapitalquote von 29,9 Prozent gestärkt, das sind im Jahresvergleich plus 3,4 Prozentpunkte.

Für 2019 ist die Bank gleichzeitig optimistisch und vorsichtig. Denn die Marktvolatilität ist laut Patrick Odier nach wie vor hoch. (awp/mc/ps)

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