LUKB mit tieferem Bruttogewinn im 1. Quartal

Bernard Kobler

Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank. (Foto: LUKB)

Luzern – Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Quartal 2012 in den wichtigsten Geschäftsfeldern rückläufige Erträge verbuchen müssen. Obwohl auch der Geschäftsaufwand gesenkt werden konnte, resultierte ein etwas tieferer Bruttogewinn als noch vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank weiterhin mit einem gehaltenen Ergebnis.

Der Bruttogewinn ging in den ersten drei Monaten um 3,4% auf 57,4 Mio CHF zurück, wie die LUKB mitteilte. Da die Bank aber die Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken reduzierte, stieg der Konzerngewinn der Kantonalbank dennoch um 3,6% auf 40,4 Mio CHF. Der von der LUKB zusätzlich ausgewiesene Unternehmensgewinn nach Steuern (vor Zuweisung an Reserven für allgemeine Bankrisiken) lag mit 44,2 Mio CHF um 1,1% unter dem Vorjahr.

Zinsengeschäft rückläufig
Insgesamt erwirtschaftete die LUKB in den ersten drei Monaten des Jahres einen Bruttoerfolg von 108,4 Mio CHF, was einer Abnahme um 4,1% entspricht. Im wichtigsten Geschäftsfeld des Instituts, dem Zinsengeschäft, hielt der Margendruck offenbar weiter an. Trotz einer erneuten Zunahme der Hypothekarforderungen verzeichnete die Bank einen Rückgang des Zinsenerfolgs um 1,1% auf 80,2 Mio CHF.

Deutlich rückläufig war der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der um 17% auf 19,1 Mio CHF zurückging. Allerdings habe der Kommissionserfolg damit auf dem Niveau des dritten und vierten Quartals 2011 stabilisiert werden können, schreibt die LUKB. Der ebenfalls um 17% rückläufige Handelserfolg von 6,1 Mio CHF spiegle die Zurückhaltung der Anleger ebenfalls wieder.

Geschäftsaufwand reduziert
Die Mindererträge konnten zum grossen Teil durch die Reduktion des Geschäftsaufwandes um 5% auf 51,0 Mio CHF aufgefangen werden. Dabei konnte die LUKB sowohl den Personalaufwand wie auch den Sachaufwand etwa zu gleichen Teilen reduzieren. Die Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste bewegt sich mit 3,8 (VJ 3,0) Mio CHF weiterhin auf einem tiefem Niveau.

Neugeldzuflüsse vervierfacht
Die Bilanzsumme lag mit 26,8 Mrd CHF um 0,1% unter dem Wert vom Jahresende 2011. Die Kundenausleihungen nahmen im ersten Quartal insgesamt zu, was einer weiteren Zunahme der Hypothekarforderungen um 1,0% auf 18,2 Mrd CHF zu verdanken war.

Der Bank flossen von Januar bis März Nettoneugelder im Umfang von 224 Mio CHF zu, nachdem es vor Jahresfrist noch 57 Mio CHF gewesen waren. Dank einer klar positiven Performance nahmen die gesamten Kundenvermögen gegenüber Ende Dezember 2011 um 643 Mio CHF auf 25,8 Mrd CHF zu.

Vorsichtiger Optimismus
Für das gesamte Geschäftsjahr 2011 gibt sich die Luzerner Kantonalbank weiterhin «vorsichtig optimistisch». Unter der Bedingung, dass sich das konjunkturelle Umfeld nicht unerwartet und auf breiter Flur verschlechtere, rechne die Bank weiterhin mit einem Resultat auf Vorjahreshöhe (Unternehmensgewinn nach Steuern 2011: 173,6 Mio CHF), schreibt das Institut. (awp/mc/pg)

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