LUKB steigert Konzerngewinn 2011 um 6,2 Prozent

Bernard Kobler

LUKB-CEO Bernard Kobler.

Luzern – Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat 2011 das Vorjahresergebnis übertroffen. Das erneut starke Zinsengeschäft sowie der abermals gesunkene Geschäftsaufwand haben massgeblich zu diesem Resultat beigetragen. Das Management blickt zuversichtlich ins laufende Jahr und rechnet für 2012 mit einem Ergebnis in der Grössenordnung von 2011.

«2011 war erneut ein herausforderndes, intensives Jahr, das die LUKB gut gemeistert hat», sagte CEO Bernard Kobler in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Erfreut zeigte sich Kobler dabei über die Entwicklung des Zinsengeschäfts: «Wir konnten den Zinsertrag, der sich bereits auf hohem Niveau befindet, nochmals steigern um 1,8% auf 325,8 Mio CHF», führt der CEO aus.

Zurückhaltende Kunden
Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten und die damit verbundene Zurückhaltung der Kunden wirkten sich gemäss LUKB negativ auf die Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsgeschäft aus. Der Erfolg in ersterem verringerte sich – auch aufgrund der abgebauten Kundenvolumina im grenzüberschreitenden Geschäft – um 14% auf 81,7 Mio und in letzterem um 3,1% auf 26,2 Mio CHF. Dabei verzeichnete die LUKB im Handelsgeschäft ein gutes zweites Halbjahr, das aber den Ertragsrückgang im ersten Semester nicht mehr ganz kompensieren konnte.

Kosten weiter gesenkt
Die Kosten vermochte die Luzerner Bank erneut zu senken. Der Geschäftsaufwand verringerte sich um 5,1% auf 206,2 Mio CHF, wobei sowohl der Personal- als auch der Sachaufwand abnahmen.

Leicht über den Prognosen
Es resultierte ein Bruttogewinn von 235,6 Mio, was einer Steigerung von 1,3% entspricht. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen, Verluste beliefen sich auf 17,6 Mio und liegen damit gemäss Mitteilung weiterhin auf tiefem Niveau im historischen Vergleich. Der Unternehmensgewinn nach Steuern beträgt 173,6 Mio CHF und liegt damit 2,5% über dem Vorjahresergebnis. Die LUKB hat die Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken erneut um 5 Mio reduziert. Dadurch stieg der Konzerngewinn um 6,2% auf 158,6 Mio. Das Resultat der Bank liegt damit leicht unter den Prognosen der Zürcher Kantonalbank. Diese hatte mit einem Bruttogewinn von 231,4 Mio CHF und einem Reingewinn von 158,4 Mio CHF gerechnet.

Dividende von 11 Franken pro Aktie
Das Institut will seinen Aktionären wiederum eine Dividende von 11 CHF je Aktie (Vorjahr Nennwertrückzahlung von 11 CHF) zahlen.

Nettoneugeldzufluss von 382 Mio Franken
Per Ende 2011 verwaltete die LUKB Kundenvermögen im Umfang von 25,1 Mrd CHF (-0,4%). Das schwache Börsenjahr und die damit verbundene negative Performance beim Kundenvermögen vermochte die Bank mit einem Nettoneugeldzufluss von 382 Mio CHF nur teilweise zu kompensieren. In diesem Nettoneugeldzufluss seien die Ende 2010 angekündigten Saldierungen von Positionen in der Höhe von 323 Mio CHF bereits abgezogen, die vor allem im Zusammenhang mit der Integration der Adler Privatbank in die LUKB stehen, teilte die LUKB weiter mit.

Hypothekarforderungen von mittlerweile 18 Mrd Franken
Die Kundenausleihungen wuchsen um 5,7% auf 21,9 Mrd CHF, wofür massgeblich die Hypothekarforderungen verantwortlich seien. Diese erhöhten sich um 5,6% auf knapp 18 Mrd CHF.

Das Eigenkapital vor Gewinnverwendung sieg erstmals in der Geschichte der Bank auf 2,0 Mrd CHF (+4,7%) an.

Auf Kurs, Ziele 2011-2015 zu erfüllen
«Wir sind auf Kurs bei der Erfüllung der Vorgaben unserer Strategie 2011 bis 2015 – sowohl bei den strategischen Initiativen als auch bei den finanziellen Zielgrössen,» sagte Kobler weiter. Das wirtschaftliche Umfeld bleibt 2012 aber weiterhin «sehr herausfordernd». Die LUKB gehe davon aus, dass es für sie ein noch anspruchsvolleres Geschäftsjahr werden wird als 2011. Dennoch zeigt sich Bernard Kobler zuversichtlich. Er erwartet, dass die LUKB 2012 ein Ergebnis in der Grössenordnung von 2011 erzielen wird. (awp/mc/pg)

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