Picard verklagt CS auf Zahlung von 375 Mio USD

Irving Picard

Irving Picard will von der Credit Suisse eine Rückzahlung von 375 Mio Dollar.

Zürich – Irving Picard, der Liquidator der Investmentfirma von Anlagebetrüger Bernard Madoff, hat nun auch die Credit Suisse (CS) ins Visier genommen. Er hat am Montag bei einem Gericht in Manhattan Klage gegen die Bank eingereicht und von ihr die Rückgabe von 375 Mio USD gefordert.

Die zurückgeforderten Gelder sollen von Investoren bei den Fonds Fairfield Sentry (333 Mio USD) und Kingate Global Fund (42 Mio USD) angelegt worden sein. Die beiden von Madoff veruntreuten Fonds wiederum hätten die Mittel an die Schweizer Grossbank überwiesen.

CS will sich zur Wehr setzen
Ein CS-Sprecher erklärte am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda, die Bank prüfe die Klage derzeit und werde sich dagegen zur Wehr setzen. Es sei jedoch wichtig zu sehen, dass der CS keine Verfehlungen vorgeworfen würden.

37 Mio Dollar von Julius Bär eingefordert
Auch gegen verschiedene andere Banken hat der Madoff-Liquidator in jüngster Zeit Klage eingereicht. Vergangenen Freitag etwa wurde bekannt, dass Picard von der Bank Julius Bär die Rückgabe von 37 Mio USD einfordert. Auch bei zahlreichen anderen Banken, unter anderem von der UBS, versucht Picard mit unzähligen Klagen Geld eintreiben.

Bernard Madoff war im Dezember 2008 festgenommen worden, nachdem er über Jahre hinweg tausende Anleger um geschätzte 65 Mrd USD betrogen hatte. 2009 wurde Madoff zu 150 Jahren Haft verurteilt. Im Prozess gestand er, die ihm anvertrauten Summen nie angelegt zu haben. (awp/mc/pg)

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